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Hyaluronsäure wird eigentlich Hyaluronan genannt. Hyaluronan ist ein langkettiges Polysaccharid, das für die Wasserspeicherung in Zellen verantwortlich. Je älter man wird, desto weniger Hyaluronan ist in den Zellen vorhanden.
Es kann durch den Mangel von Hyaluronan zu schmerzhaften Gelenkschmerzen, dünneren Bandscheiben und Hautfalten kommen. Hyaluronan ist ein natürlicher Stoff, der normalerweise von jedem Organismus selber hergestellt wird. Er befindet sich nicht nur in den Glaskörpern der Augen, sondern auch in Hahnenkämmen usw. Hahnekämme galten früher als besondere Delikatesse, der man heilende Kräfte nachsagte. Hyaluronan kann aber nicht nur aus tierischen Körpern gewonnen werden, sondern auch durch eine spezielle Fermentation von Pflanzen.
Hyaluronsäure in der Kosmetik

Manche Haut- und Anti-Aging-Cremes beinhalten Hyaluronsäure. Diese soll, nach Angaben der Hersteller, in die Zellen eindringen, und die Möglichkeit der Wasserspeicherung erhöhen. Die Haut soll dann frischer und straffer wirken. Die Wirksamkeit ist allerdings umstritten, da die Möglichkeit angezweifelt wird, dass die Hyaluronsäure durch eine äußere Anwendung in die Hautzellen eindringen kann. Faltenunterspritzungen mit Hyaluronsäure werden ebenfalls angeboten. Da sich das Hyaluron nach einigen Monaten wieder abbaut, müssen derartige Unterspritzungen immer wieder durchgeführt werden, wenn eine gleichbleibende Wirkung erzielt werden soll.
Hyaluronsäure als Nahrungsergänzungsmittel
Die positiven Eigenschaften von Hyaluronsäure sind wissenschaftlich anerkannt, Therapien werden allerdings von den meisten Krankenkassen nicht übernommen. Hierbei handelt es sich zumeist um Spritzentherapien, die direkt in die betroffenen Bereiche gespritzt werden. Betroffene haben die Möglichkeit, Hyaluronsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen. Das eingenommene Hyaluron soll dafür sorgen, dass z. B. die Gallertkörper der Bandscheiben wieder mehr Feuchtigkeit speichern können und Schmerzen gelindert werden. Ebenfalls bei schmerzhaften Gelenkserkrankungen kann die Einnahme von Hyaluron hilfreich sein. Es wird wieder mehr „Gelenkschmiere“ gebildet, sodass die Schmerzen nachlassen. Eine positive Begleiterscheinung ist dabei, dass auch leichte Hautfalten verschwinden und die Haut wieder feuchter und frischer erscheint.
Die Wirksamkeit von Hyaluron
Die Wirksamkeit von Hyaluron scheint unumstritten, allerdings muss eine derartige Therapie von Dauer sein. Sobald der eigene Organismus nicht mehr ausreichend viel Hyaluron produziert, können diese Defizite nur abgefangen werden, wenn die Gabe von außen stetig und regelmäßig kommt. Die Kosten einer solchen Therapie sind nicht zu unterschätzen. Forschungen auf diesem Gebiet werden auf allen Ebenen weiter betrieben.
Titelfoto©flickr.com/gingerpig2000/CC2.0