Kartoffeln, auch Zitronen des Nordens genannt

Kartoofeln - die Zitronen des Südens

Kartoffeln sind schon seit 13.000 Jahren bekannt. Ursprünglich wuchs sie nur in den Anden, Chile, Venezuela, Bolivien und Argentinien. Man geht davon aus, dass der Erdapfel ca. 1562 auf die Kanarischen Inseln gebracht wurden.

Etwa 5 Jahre später erreichte sie das europäische Festland, indem sie nach Rouen gebracht wurden. Noch heute erfreuen sich die Nachtschattengewächse auf den Kanarischen Inseln größter Beliebtheit. Heute werden rund 5000 Kartoffelsorten weltweit angebaut.

Kartoffeln, ein wertvolles Nahrungsmittel

Kartoffeln werden auch „Zitronen des Nordens“ genannt, weil sie sehr viel Vitamin C enthalten. Der Vitamin C Gehalt wird allerdings durch den Kochvorgang dramatisch gesenkt. Wer von dem vollen Vitamin C Gehalt profitieren möchte, sollte sie im rohen Zustand verwenden. Dies funktioniert am besten mit einem Entsafter. Die Kartoffeln können mitsamt der Schale entsaftet werden, wenn diese nicht fleckig oder grün ist. Frischer Kartoffelsaft bietet auch noch andere gesunde Aspekte. Rohe Erdäpfel beinhalten einen insulinähnlichen Stoff. Ein Glas Kartoffelsaft sorgt somit nicht nur für einen Vitaminkick, sondern auch für einen gesenkten Blutzuckerspiegel. Kartoffelsaft aus dem Entsafter schmeckt am besten in Kombination mit Äpfeln und Möhren.

Unser Video-Tipp: Die Kartoffel – Welt der Wunder

Kartoffeln machen nicht dick

Schon lange hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Kartoffeln dick machen. Dies stimmt aber nicht. Sie enthalten weniger Kohlenhydrate als Reis oder Nudeln. Zusätzlich finden sich sehr viele Ballaststoffe, die eine lange Sättigung garantieren. Mithilfe ausgewogener Kartoffelrezepte kann es zu einer gesunden Gewichtsreduktion kommen, ohne dass Mangelerscheinungen auftreten. Rote oder Süßkartoffeln beinhalten zusätzlich noch wichtige Antioxidantien. Sie werden nicht nur gerne von Menschen gegessen, spezielle Kartoffelsorten werden sogar als Tierfutter kultiviert.

Zubereitungsvarianten

Kartoffeln, auch Zitronen des Nordens genannt
Leckere Gerichte mit Kartoffeln

flickr.com/Migle Seikyte

Kartoffeln enthalten nicht nur Vitamine und Antioxidantien, sondern auch wichtige Mineralien und Spurenelemente. Kalium, Magnesium, Eisen, Folsäure, B-Vitamine und hochwertige Eiweiße. Damit ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe beim Garvorgang nicht verloren geht, ist es empfehlenswert, sie ungeschält zu garen. Pellkartoffeln und Ofenkartoffeln schmecken nicht nur ausgezeichnet. Sie sind auch reicher an hochwertigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Geschälte Kartoffeln garen am besten in Salzwasser. Das gesalzene Kochwasser soll ein Auslaugen der Mineralien verhindern. Trotzdem kommt es immer zu einem Mineralien- und Vitaminverlust ins Kochwasser. Es ist daher empfehlenswert, das Kochwasser für Suppen und Soßen weiterzuverwenden.

Vorsicht Solanin

Roher Kartoffelsaft kann je nach Kartoffelsorte unterschidlich hohe Mengen eines schwach giftigen Alkaloids enthalten. Das sogenannte Solanin ist typisch für Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und Tomaten. In den heutigen Kartoffelsorten ist der Gehalt allerdings sehr gering und wird beim Schälen entfernt, da das sich meiste Solanin in der Schale und direkt darunter befindet.

Der Solaningehalt steigt vor allem, wenn sie unter Lichteinfluss grüne Stellen entwickeln. Deshalb ist es bei der Herstellung von rohem Kartoffelsaft besonders wichtig, auf eine besonders gute Qualität der Kartoffeln zu achten.

Titelfoto©flickr.com/jamonation/CC2.0     Video©Welt der Wunder

8 KOMMENTARE

  1. Leuten zu raten, sie sollen rohe Kartoffeln essen oder rohen Kartoffelsaft ist nicht nur fahrlässig, sondern auch hochgefährlich!
    Rohe Kartoffeln enthalten das giftige Alkaloid Solanin. Zu Solanin ist diese Lektüre hilfreich: https://de.wikipedia.org/wiki/Solanin
    „Die Solaninvergiftung kam früher sehr häufig vor, vor allem in Form eines „schweren Magens“ und von Übelkeit, auch Todesfälle wurden beschrieben.“

    Bitte bitte bitte, essen Sie keine rohen Kartoffeln!

    Viele Grüße,
    Sebastian

    • Hallo Sebastian, nach unseren Recherchen haben wir nicht grob fahrlässig gehandelt. Mit dem Hinweis auf Solanin hast Du vollkommen recht. Allerdings haben wir auch darauf hingewiesen, keine grünen Kartoffeln zu verwenden und sie außerdem zu schälen. Wir haben aber den Artikel bezugnehmend auf Solanin nachgearbeitet, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

      Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit und den produktiven Input.

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