Die Welt des Tees – das sollte jeder wissen

Die Welt des Tees - das sollte jeder wissen

Tee ist ein echtes Wundergetränk, das hervorragend schmeckt, für ein Gefühl der Wärme und Behaglichkeit sorgt und zugleich voller wertvoller Inhaltsstoffe ist. Einigen Teesorten werden gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. So gilt grüner Tee aufgrund der vielen Antioxidantien als lebensverlängernd. Sogar Entzündungen soll er hemmen.

Auf jeden Fall sind ungesüßte Teegetränke aber eine kalorienarme Flüssigkeitsquelle, mit der sich der tägliche Bedarf von zwei Litern geschmackvoller decken lässt als mit fadem Wasser. Die Welt des Tees hält eine große Vielfalt an verschiedenen Sorten bereit, sodass für jeden die passende Geschmacksrichtung dabei sein sollte.

Kleine Geschichte des Tees

Tee wird in manchen Teilen der Welt schon seit Tausenden von Jahren genossen. Seinen Ursprung hat das Getränk in China. Allerdings gelangte es erst rund 600 Jahre n. Chr. nach Japan. Es sollte weitere 100 Jahre dauern, bis der Tee seinen Weg nach Europa fand. Im Jahre 1610 kam die erste Ladung grüner Tee in Amsterdam an. Er wurde damals vor allem aus der indonesischen Insel Java eingeführt. 1669 wurde der europäische Teemarkt nicht mehr länger durch die Niederländer, sondern durch die Briten dominiert. Diese importierten ihn aus China und prägten die europäische Teekultur nachhaltig. Bis heute gilt Großbritannien als Land der Teetrinker. Tatsächlich haben sich aber auch in anderen Teilen Europas wie zum Beispiel in Ostfriesland eigene Teekulturen entwickelt.

Was ist Tee eigentlich?

In Deutschland wird der Begriff Tee oft missverständlich gebraucht. Denn in der Alltagssprache bezeichnen viele Menschen auch sogenannte Aufgussgetränke oder Infusionen als Tees. Tatsächlich qualifizieren sich aber nur diejenigen Heißgetränke als Tee, die mit Erzeugnissen der Teepflanze aufgebrüht worden sind. Reine Kräuter- und Früchte-Aufgüsse zählen also nicht dazu. Als echte Teesorten gelten hingegen:

  • Schwarzer Tee
  • Grüner Tee
  • Weißer Tee
  • Gelber Tee
  • Oolong Tee
  • Matcha Tee

Diese Sorten unterscheiden sich nicht nur in ihrer Farbe, sondern auch geschmacklich voneinander. Unterschiede liegen bereits in den verwendeten Teepflanzen, aber auch im Anbau und in der Weiterverarbeitung. Je nachdem, aus welchem Land der Tee stammt, wird er ganz unterschiedlich produziert. Die einzelnen Arbeitsschritte gehen dabei häufig auf alte Traditionen zurück.

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee hat eine rotbraune Farbe und begeistert mit einem intensiven Geschmack, der durch die konstante Fermentierung bei etwa 30 °C entsteht. Er wird in verschiedenen Ländern wie Sri Lanka, Indien, China, Kenia, Türkei und Russland angebaut und produziert. Die enthaltenen Gerbstoffe können dazu beitragen, den Blutdruck und den Cholesterin-Spiegel zu senken.

Grüner Tee

Anders als beim schwarzen Tee verzichtet man beim grünen Tee auf die Fermentierung. Außerdem ist er nicht oxidiert. Darüber hinaus werden nur die zartesten Blätter verwendet. Durch kurzes Erhitzen und Rösten werden die Blätter so präpariert, dass die wertvollen Inhaltsstoffe darin eingeschlossen werden. Diese Art der Weiterverarbeitung trägt maßgeblich zu dem gesundheitsfördernden Effekt des grünen Tees bei. Er soll vor Krebs schützen, die Fettverbrennung ankurbeln und die Konzentrationsfähigkeit verbessern.

Weißer Tee

Das Besondere an weißem Tee ist die sanfte Anfermentierung. Sie verleiht dem Tee einen besonders milden und dennoch unverkennbaren Geschmack mit einer sanften Süße. Er steckt voller Vitamine und Mineralstoffe und soll dabei helfen, Stress abzubauen. Dennoch sollte er nicht am Abend genossen werden. Denn aufgrund seines Koffein-Anteils ist weißer Tee auch ein kleiner Muntermacher.

Gelber Tee

Diese Sorte ist eng mit dem grünen Tee verwandt. Da er ausschließlich in China hergestellt wird, ist er in unseren Breitengraden selten anzufinden. Hinzu kommt, dass die Produktion sehr aufwendig ist. Die vielen einzelnen Schritte des Prozesses bedürfen hoher Aufmerksamkeit und Präzision. Im Gegensatz zu grünem Tee wird gelber Tee beispielsweise drei Tage lang in ein Tuch eingewickelt. Dadurch verschwindet der charakteristische Geschmack von grünem Tee. Jedoch behält er die gleiche gesundheitsfördernde Wirkung und ist dementsprechend antioxidativ und entzündungshemmend.

Oolong Tee

Oolong bedeutet so viel wie „schwarzer Drache“. Tatsächlich ranken sich viele Mythen um den Ursprung des Namens. Tatsache ist aber, dass der Tee halboxidiert ist und somit die goldene Mitte zwischen grünem und schwarzem Tee bildet. Er soll den Alterungsprozess verlangsamen und das Immunsystem stärken. Denn genauso wie grüner Tee enthält er jede Menge Antioxidantien.

Matcha Tee

Die intensive grüne Farbe macht Matcha Tee schon optisch zu einem sinnlichen Erlebnis. Hinzu kommt, dass er einen erstklassigen Geschmack bietet. Außerdem ist er hoch konzentriert. Matcha Tee wird nachgesagt, dass er die Stimmung hebt und die Leistung des Gedächtnisses verbessert.

In Maßen, nicht in Massen

Auch wenn die oben genannten Teesorten sich positiv auf die Gesundheit auswirken können, sollte beim Genuss nicht übertrieben werden. Denn zu viel Tee kann auf Dauer auch schädlich sein. Das liegt vor allem an dem hohen Koffeingehalt. Zwei bis drei Tassen am Tag reichen vollkommen aus, um von den positiven Effekten zu profitieren und die negativen zu vermeiden.

Das könnte Sie auch interessieren

Rezepte mit DIY Lindenblütentee – natürliche Hilfe nicht nur bei Erkältungen


Photo by Content Pixie on Unsplash