DIY Ghee – die Ayurveda Lehre sagt ihm heilende Kräfte nach

Ghee ist Butter, die vorsichtig aufgekocht und geklärt wird. Bei diesem Vorgang verdampft das Wasser in der Butter, Eiweiße gerinnen und werden beim Filtrieren des flüssigen Butterfetts samt der enthaltenen Laktose aus dem Fett herausgefiltert. Der Vorgang ist mit der Herstellung von Butterschmalz vergleichbar, wodurch die Butter zudem haltbar gemacht wird.

DIY Ghee - die Ayurveda Lehre sagt ihm heilende Kräfte nach
DIY Ghee – die Ayurveda Lehre sagt ihm heilende Kräfte nach

Sie können Ghee auch selber herstellen

Ghee können Sie im Fachhandel kaufen, allerdings ist das goldene Butterreinfett nicht gerade preisgünstig.

Die Zutaten

  • 500 g Biobutter (egal, ob Sie Süß- oder Sauerrahmbutter bevorzugen)
  • 1 Mullwindel
  • 1 ausreichend großer Topf
  • ausreichend großes Twist-off-Schraubglas, desinfiziert (bei mindestens 60 Grad in der Spülmaschine gespült)

Die Zubereitung

Geben Sie die Butter in den Topf und schmelzen diese bei niedriger Temperatur. Steigern Sie langsam die Kochtemperatur, rühren dabei das heiße Fett stetig um und achten darauf, dass es nicht braun wird. Schöpfen Sie den aufsteigenden Schaum immer wieder ab. Sobald das Wasser in der Butter komplett verdampft und das Eiweiß braun ausgeflockt ist, können Sie das heiße Ghee durch ein Moltontuch in das Twist-Off-Glas gießen.

Das verschlossene Glas muss jetzt bei Zimmertemperatur auskühlen. Es würde platzen, wenn man es gleich in den Kühlschrank stellen würden. Bei Zimmertemperatur können Sie Ghee einige Wochen aufbewahren. Wichtig ist lediglich, dass Sie das Butterreinfett hygienisch entnehmen, indem nur sauberes Besteck für die Entnahme verwendet wird.

Die Verwendung von Ghee

Das goldene Elixier, wie Ghee im Ayurvedischen genannt wird, kann sowohl innerlich wie auch äußerlich verwendet werden. Es ist frei von Wasser, Milchzucker und Eiweiß.

Im Gegensatz zu Butter, die zu 80 Prozent aus Fett besteht, hat Ghee einen Fettgehalt von 100 Prozent. Es wird innerlich zum Entgiften und zur Senkung der Cholesterinwerte verwendet. Außerdem ist es entzündungshemmend.

Äußerlich kann es zur Hautpflege oder für die Zubereitung heilender Kräutersalben verwendet werden. Die Fettsäuren sind stabil, daher kann man das Fett auch bei der gesunden Zubereitung von gebratenen Mahlzeiten einsetzen. Bis 190 Grad kann es problemlos erhitzt werden, ohne dass oxidative Prozesse befürchtet werden müssen.

 Unser Video-Tipp: Ghee selber machen

Seine Inhaltsstoffe

Ghee besteht zu 60 Prozent aus gesättigten, ca. 30 Prozent aus einfach ungesättigten und zu ca. 5 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Hinzu kommen die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Es handelt sich um ein natürliches Produkt aus Kuhmilch.

In einem Artikel des „England Journal of Medicine“ (2008) wird beschrieben, dass Menschen, die eine Low-Carb Diät gemacht haben (mit wenig Kohlenhydraten aber reich an gesättigten Fettsäuren), einen niedrigeren Cholesterinspiegel hatten, als Menschen, die sich fettarm ernährten aber nicht bewusst auf Kohlenhydrate verzichteten.

Um die positive gesundheitliche Wirkung zu nutzen, muss, laut Ayurveda, Ghee nicht speziell eingenommen werden. Sie können es einfach in die tägliche Nahrungszubereitung integrieren.

Ghee wirkt äußerlich angewandt
  • entzündungshemmend
  • verhindert die Bildung von Blasen und Narben
  • pflegt gereizte und gerötete Haut (als Kosmetikum verwendet)
  • verbessert allgemein das Hautbild und lässt die Haut jünger erscheinen
  • erleichtert den Schlaf, wenn es auf die Fußsohlen aufgetragen wird
Bei der inneren Anwendung wirkt es
  • harmonisierend auf die Verdauung und den Magen
  • stärkend
  • reinigend
  • entgiftend
  • harmonisierend auf den der Hormonhaushalt
  • gegen Arteriosklerose, Asthma, Allergien und Rheuma
  • erleichternd auf den Blutfluss

Laut der Ayurvedischen Lehre wird das Panchakarma-Ghee 100 Stunden lang gekocht und teilweise noch mit verschiedensten Kräutern gemischt. In der heimischen Küche dagegen wird die Butter lediglich 30 bis 60 Minuten geköchelt, bis das enthaltene Wasser komplett verdampft ist.

Gemüsechips einfach selber herstellen

Falls Sie gerne Gemüsechips essen, können Sie bei der Zubereitung anstelle von Kokosfett oder anderen Fetten auch Ghee verwenden. Besonders dann, wenn Sie die Gemüsechips nach unserem Rezept (Selbstgemachte Gemüsechips – knusprig, kalorienarm und gesund) auf einem Backblech im Backofen zubereiten, können Sie das Fett sparsam dosieren und die rohen Gemüsechips darin vorsichtig wenden.

Zum Schluss noch ein Hinweis

So gesund Ghee auch ist, es enthält viele Kalorien. Verwenden Sie es daher dosiert bei der Zubereitung. Die Menge von 2 TL am Tag reicht aus, um die gesundheitlichen Vorteile zu nutzen.

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Video©Der Kochsoap Kanal, Foto©espies/Fotolia

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