Insektengiftallergie – Symptome und Warnhinweise

Darum ist eine Insektengiftallergie so gefährlich
Darum ist eine Insektengiftallergie so gefährlich

Ganz gleich ob Bienen, Wespen oder andere Insekten- ein Stich ist bei den allermeisten Menschen harmlos und löst höchstens ein Jucken aus. Es gibt aber auch Personen, die mit einer allergischen Reaktion auf Stiche reagieren. Dann muss schnell gehandelt werden.

Darum ist eine Insektengiftallergie so gefährlich

Im Normalfall ist ein Insektenstich für die meisten Menschen unangenehm und birgt keine gesundheitlichen Risiken. Liegt jedoch eine Insektengiftallergie vor, kann es für den Betroffenen schnell gefährlich werden. Die Allergie kann als Folge eine lebensbedrohliche Anaphylaxie beim Gestochenen auslösen.

Die beim Betroffenen vorliegende Allergie auf das Insektengift (also von Biene, Wespe oder Hornisse) löst eine schwere allergische Reaktion des Körpers aus, der eine Ausschüttung des Botenstoffs Histamin zur Folge hat.

Die Blutgefäße erweitern sich und der Blutdruck sinkt rapide. Ein Kreislaufzusammenbruch ist dabei oft die Folge. Je schneller die Symptome dieses Zustands auftreten, desto gefährlicher kann er für die jeweilige Person werden. Daher sollte genau auf die Symptomatik geachtet werden, die auftreten können.

Die Symptome eines allergischen Schocks

Im Normalfall treten folgende Symptome auf, wenn es sich um eine harmlose Reaktion handelt:

  • die Einstichstelle kann anschwellen
  • Juckreiz oder Rötung
  • eine Kombination dieser Symptome

Hier hilft es die Einstichstelle zu kühlen oder ein schmerzlinderndes Gel aufzutragen. Es sollte an der Einstichstelle aber nicht gekratzt werden.

Anders sieht die Sachlage bei einer allergischen Reaktion aus: auch hier tritt ein Juckreiz auf, allerdings schwellen Großteile des Körpers an, Gesicht, Hals oder Zunge können zu schwellen.

Atembeschwerden, Schwindel, Durchfall/Übelkeit und Bauchkrämpfe können hinzukommen. Wenn diese Symptome auftauchen, sollte auf jeden Fall ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Zur Sicherheit sollte der Notdienst hinzugezogen werden. Hier kann unter Umständen jede Minute zählen, gerade wenn sich die Atemwege „zuziehen“ und ein ersticken droht.

Das Testen auf eine Insektenstichallergie

Steht der Verdacht auf eine Insektengiftallergie im Raum, ist ein Test beim Hausarzt oder der Hausärztin von Vorteil.

Außerdem besteht auch die Möglichkeit privat über ein Allergietest auszuschließen, dass noch bevor ein Stich vorliegt eine derartige Reaktion auf das Gift möglich wäre.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Testung:

  • Ein Bluttest
  • Der Haut-Prick-Test
  • Der Provokationstest
  • Der Nahrungsmittelprovokationstests (wenn noch keine Sicherheit besteht)

Welcher Test in welchem Falle angemessen ist, entscheidet der Hausarzt oder die Hausärztin. Der Gang zum Arzt ist sinnvoll, wenn zum Beispiel in der Familie Insektenstichallergien bekannt sind. Je nach Test wird dann der weitere Therapieweg eingeschlagen.

So ist es beispielsweise möglich sich gegen eine Insektengiftallergie immunisieren zu lassen, indem die Allergie unter Aufsicht immer wieder provoziert wird. In manchen Fällen bekommt der Patient auch ein Notfall-Kit, welches er immer griffbereit haben sollte, um bei einem allergischen Schock schnell reagieren zu können.

Rechtzeitig die Symptome ernst nehmen

Mit einer Insektengiftallergie sollte keineswegs leichtfertig umgegangen werden. Die Abwehrreaktion des Körpers kann einen allergischen Schock auslösen, die jeweilige Person kann also in ernsthafte Lebensgefahr geraten.

Daher sollte schnell reagiert und die Person ins Krankenhaus gebracht werden. Auch das Rufen eines Rettungswagens kann notwendig werden. Ein Hausarzt kann dabei helfen, die genaue Allergie mittels diverser Tests festzustellen. Dann kann eine weitere Behandlung erfolgen.

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