Schlaf, Kindchen schlaf …

Wer möchte das nicht: sich Abends müde fühlen, ins Bett gehen, sofort Schlaf finden und am nächsten Morgen ausgeruht und erholt aufwachen.

Doch für ca. 20% der Deutschen bleibt das ein Wunschdenken. Sie können nicht durchschlafen, drehen sich die ganze Nacht von rechts nach links und fühlen sich am nächsten Tag wie „durch den Wolf gedreht“. Frauen sind von diesen Schlafstörungen ungefähr doppelt sooft betroffen wie Männer. Die verschiedensten Faktoren können Auslöser der Schlafstörungen sein. Immer wieder hört man bei Umfragen, dass anhaltender Stress einen nicht zur Ruhe kommen läßt. Aber auch geistige „Höchstleistungen“ und langes Arbeiten gehören dazu. Gerade ein unregelmäßiger Wach-Schlaf-Rhythmus bringt ähnlich wie ein Jetlag unsere innere Uhr durcheinander. Das zu viel Alkohol einer entspannten Nachtruhe nicht zuträglich ist, weiß wohl jeder.

Wieviel Schlaf braucht der Mensch eigentlich?

Eine feste Regel wurde bis heute nicht gefunden. Bei Babys weiß man allerdings, dass sie bis zu 20 Stunden über den Tag verteilt benötigen. Der Bedarf bei Kindern liegt zwischen zehn und zwölf Stunden. Und je älter wir werden, um so geringer wird unser Schlafbedürfnis. Als „BestAger“ brauchen wir ca. sechs bis acht Stunden und als „GoldAger“ reichen uns auch schonmal fünf bis sechs Stunden.

Was kann man tun?

Vielleicht sind es ja nur Kleinigkeiten, die verändert werden müssen. Liegen sie auf der richtigen Matratze? Eine ungeeignete Unterlage kann für unseren Körper eine Tortour sein. Wie ist die Umgebungstemperatur im Schlafzimmer? Stört uns vielleicht Licht, das wir bewusst gar nicht mehr wahrnehmen (die Straßenlaterne vorm Fenster, der Insektenstecker in der Steckdose, der die ganze Nacht das Zimmer leicht illuminiert) ? Inspizieren sie einmal ganz bewußt ihre Schlafumgebung nach möglichen Quellen, die ein Ein- bzw. Durchschlafen verhindern. Aber auch psychische Krankheiten können ein Grund sein.

Keine gute Idee ist der Griff zur Schlaftablette. Daraus entsteht ganz schnell ein Kreislauf: Schlafmittel am Abend und Aufputschmittel am Morgen.

Falls alle Versuche, einen entspannten Schlaf zu finden, erfolglos sind, sollten sie einen Arzt konsultieren, um eventuelle  medizinische Gründe auszuschalten.

Foto: MatthesDesign

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