Rosmarinöl selber herstellen, für DIY Kosmetik und die Küche

Rosmarin, die stark duftende Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum, hat ein Aroma, das sich besonders gut für die Herstellung von Aromaölen eignet. Diese lassen sich ganz einfach selber herstellen und vielseitig verwenden.

Rosmarinöl selber herstellen, für DIY Kosmetik und Küche
Rosmarinöl selber herstellen, für DIY Kosmetik und Küche

Rosmarinöl selber herstellen

Im Grunde können alle Pflanzenöle, die man in der Küche verwendet, für die Herstellung von einem Kräuteröl verwendet werden. Bei Ölen, die einen geringen Eigengeschmack besitzen wie Mandel-, Soja- oder Sonnenblumenöl, tritt der würzige Geschmack vom Rosmarin in den Vordergrund. Bei dem kräftiger schmeckenden Olivenöl runden sich die beiden mediterranen Aromen perfekt ab. Um eine gute Mischung zu erreichen, können Sie auch unterschiedliche Öle gleichzeitig mit Rosmarin aromatisieren und bei Bedarf verwenden. Die Ölmenge und die Herstellung sind immer identisch, egal, für welche Ölsorte Sie sich entscheiden.

Die Zutaten

  • 1 sauberes Schraubglas
  • ausreichend frische Rosmarinzweige, zerkleinert
  • so viel Pflanzenöl, dass alle Rosmarinabschnitte mit Öl bedeckt sind

Die Zubereitung

Rosmarinöl selber herstellen
Die frischen Rosmarinzweige müssen zerteilt werden

Nehmen Sie die frischen Rosmarinzweige und zerteilen sie in etwa gleich große Abschnitte. Die Abschnitte können gleich in das saubere Schraubglas gegeben, mit dem ausgewählten Pflanzenöl übergossen und bedeckt werden. Danach wird das Schraubglas fest verschlossen und an einen dunklen Platz gestellt. Um ein möglichst intensives Ölaroma zu erreichen, sollte das Glas täglich geschüttelt werden. Nach frühestens 3 Wochen kann man das erste Rosmarinöl in der Küche oder für kosmetische Zubereitungen verwenden. Nach etwa 6 Wochen sind die meisten ätherischen Öle des Rosmarins in das Öl übergegangen und die Mazeration kann beendet werden. Nun können Sie die Kräuterabschnitte aus dem Öl nehmen, das fertige Kräuteröl filtern und in eine dunkle Flasche abgefüllen. Wer es auf dem Esstisch dekorativ mag, kann auch einen Rosmarinabschnitt im Öl lassen.

Ein pflegende Kopfhaut-Kur mit Rosmarinöl

Rosmarinöl wirkt nicht nur gegen Schuppen auf der Kopfhaut, sondern steigert auch die Durchblutung der Haut. Aufgrund der gesteigerten Sauerstoffversorgung kann das Haarwachstum angeregt werden. Rosmarin wirkt sehr intensiv. Man sollte es nicht überdosieren, weil es ansonsten zu Hautreizungen kommen kann.
Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, für das folgende Rezept nicht reines ätherisches, sondern das eigene Rosmarinöl zu verwenden. Es ist wesentlich milder.

Die Zutaten

  • 1 Becher Naturjoghurt (gut gekühlt)
  • 2 EL Aloe Vera Saft
  • 2 EL Rosmarinöl (am besten auf Olivenölbasis)

Zubereitung und Anwendung

Alle Zutaten werden sorgsam miteinander vermischt, und die Kuranwendung mit einem Haarpinsel möglichst direkt auf die Kopfhaut (trockene Haare) gestrichen. Am besten geht das, wenn Sie die Haare streifenweise zur Seite kämmen, um die Kopfhaut gut zu erreichen. Eine Plastikhaube und ein warmes Handtuch können die Wirksamkeit der Kopfhautkur unterstützen. Nach einer Einwirkzeit zwischen 30 und 60 Minuten kann die Kur mit einem sanften Shampoo ausgewaschen werden.

Rosmarinöl als Massageöl gegen Rheuma und Verspannungen

Selbst gemachtes Rosmarinöl eignet sich hervorragend als Massageöl gegen rheumatische Beschwerden und Verspannungen, wenn man es mit Jojobaöl ansetzt. Jojobaöl eignet sich besonders gut für Massagen, weil das Öl (mitsamt der enthaltenen Wirkstoffe) tief in die Haut eindringen kann. Während der Massage verbindet sich Jojobaöl mit dem körpereigenen Hautfett und hinterlässt ein angenehmes, pflegendes Hautgefühl.
Falls Sie hin und wieder eine entspannende Rosmarinmassage planen, können Sie für den Ölansatz (Mazeration) bereits Jojobaöl verwenden, damit die Inhaltsstoffe des Rosmarin über Wochen hinweg in das Massageöl übergehen können.

Rosmarinöl in der Küche

Rosmarin regt nicht nur den Kreislauf an. Es wirkt auch gegen Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen und Verdauungsstörungen. Das selbst gemachte Rosmarinöl ist nicht nur eine willkommene Abrundung auf einem Salat oder eine abwechslungsreiche Würze zu Kartoffeln, das Öl schmeckt auch zu Gnocchi, Pasta, Pizza und anderen mediterranen Köstlichkeiten.

Ebenso ist das selber hergestellte Rosmarinöl, z.B. abgefüllt in einer dekorativen Flasche, ein kleines, aber individuelles Geschenk.

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Bilder©Titel/Madeleine Steinbach/Fotolia, Artikel/Devanath/pixabay/CC0.0

 

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