Schwarzwurzeln als Curry oder Zitronensuppe zubereiten

Schwarzwurzeln werden oft als Winterspargel bezeichnet. Sie sind gesund, schmecken richtig gut und können sehr unterschiedlich zubereitet werden. Dabei haben sie nur 0,2 g Fett und 19 g Kohlenhydrate je 100g!

Schwarzwurzeln als Curry oder Zitronensuppe zubereiten
Schwarzwurzeln als Curry oder Zitronensuppe zubereiten

Exotisches Curry mit Schwarzwurzeln

Die Zutaten für 4 Personen

  • 1 Liter Wasser (zum Kochen)
  • 1 kg geschälte Schwarzwurzeln
  • 70 g Kokosöl (kalt gepresst, Bio-Qualität)
  • 2 Bündchen Lauchzwiebeln (in mittelfeine Ringe schneiden)
  • 400 ml Kokosmilch
  • frische Kräuter nach Wahl (Schnittlauch, Petersilie, Koriander)
  • 4 TL scharfes Currypulver
  • Meersalz und Pfeffer (etwa 1-2 gestrichene TL)
  • 50 ml Apfelsaft oder Weißwein (je nach Geschmack)
  • 1 TL Dattelpaste
  • der Saft von 2 Zitronen

Die Zubereitung

Beim Schälen der Schwarzwurzeln sollten man am besten Gummihandschuhe tragen, weil sich ansonsten die Finger und Hände braun verfärben. Nach dem Schälen müssen die Wurzeln gewaschen und in 1 cm dicke Scheiben geschnitten werden. Füllen Sie eine Schüssel mit dem Wasser und geben den Zitronensaft hinzu, um die fertig geschnittenen Schwarzwurzelstückchen hineinzugeben. Im Zitronenwasser verfärben sie sich nicht.

Die frischen Kräuter werden so fein gehackt, wie jeder es am liebsten mag. Geben Sie das Kokosöl in eine ausreichend große Pfanne und erhitzen es, damit die Schwarzwurzelstückchen darin angedünstet werden können. Nach etwa 2 bis 3 Minuten wird die Dattelpaste und das Currypulver hinzugeben und gut untermischen. Nach weiteren 2 bis 3 Minuten löschen Sie den Schwarzwurzel-Curry mit dem Apfelsaft (oder Weißwein) und der Kokosmilch ab. Lassen Sie die Flüssigkeit ein wenig einkochen.

Am Ende fügen Sie die Lauchzwiebelringe und die frischen Kräuter dem Curry hinzu und würzen die Mischung mit Salz und Pfeffer nach Ihrem Geschmack.

Schwarzwurzel-Curry kann vielseitig kombiniert werden. Mit Reis oder CousCous, aber auch mit Amaranth, Quinoa oder Buchweizen. Einfach ausprobieren!

Schwarzwurzeln Zitronensuppe

Die Zutaten für 4 Personen

  • 3 EL Speisestärke
  • 900-1000 g frische Schwarzwurzeln (ungeschält)
  • 3 EL naturtrüber Apfelessig
  • 1/2 Liter Pflanzenmilch (bei Geschmack auch andere Milch, Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch)
  • 2 weiße Zwiebeln (geputzt und fein gehackt)
  • 1 Knoblauchzehe (geputzt und fein gehackt)
  • 2 EL Kokosöl in Bio-Qualität
  • Meersalz und Pfeffer
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 400 g Pflanzenjoghurt oder griechischer Joghurt
  • frische gehackte Kräuter nach Wahl
  • Saft und geriebene Schale von 2 Bio-Zitronen

Die Zubereitung

Die Schwarzwurzeln waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden und in Essigwasser legen. 1 Liter Wasser mit 200 ml Milch oder Pflanzenmilch mischen und 1 TL Meersalz hinzufügen. Die Schwarzwurzelstückchen ca. 15 bis 20 Minuten in der Mischung kochen.

In der Zwischenzeit können die gehackten Zwiebeln mit dem gehackten Knoblauch in einer kleinen Pfanne mit dem Kokosöl angedünstet werden. Sobald die Zwiebelstückchen glasig sind, werden sie mit dem Stärkepulver bestäubt und mit den übrig gebliebenen 300 ml Milch angegossen. Es bildet sich eine soßenartige Konsistenz, die mit dem Zitronensaft, der Zitronenschale und der Brühe verdünnt wird.

Die vorgekochten, halbgaren Schwarzwurzeln werden in diese Suppenmischung gegeben und so lange bei mittlerer Hitze geköchelt, bis sie so weich sind, dass sie einfach mit einem Pürierstab püriert werden können. Nach dem Pürieren wird die Suppe erneut abgeschmackt und nach Geschmack die frischen, gehackten Kräuter untergemischt.

Unser Video-Tipp: Schwarzwurzeln mit Semmelbrösel

Warum sind Schwarzwurzeln so gesund?

Schwarzwurzeln sind reich an

  • Calcium
  • Kalium
  • Eisen
  • Mangan
  • Kupfer
  • Magnesium
  • und den Vitaminen B1, B2, B3, E und C.

Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an Inulin, einem Ballaststoff, der die Verdauung anregt, den Blutzucker reguliert und für eine lange Sättigung sorgt.

Das enthaltene Inulin wird von positiven Darmbakterien als Nahrung benötigt, sodass die Darmgesundheit ganz natürlich gepflegt werden kann. Mangan unterstützt die Leberreinigung und kann dadurch Gichtanfällen vorbeugen. Kalium hat eine entwässernde Wirkung. Durch die B-Vitamine werden die Nerven gestärkt. Durch das enthaltene Kupfer sinkt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Glycoside, Allantoin und Asparagin wirken wundheilend, zellerneuernd und entzündungshemmend.

Wie haltbar sind Schwarzwurzeln?

Schwarzwurzeln gehören, wie Karotten auch, zu den Wurzelgemüsesorten, die problemlos bis zu 14 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden können, wenn sie in ein feuchtes Tuch eingeschlagen sind. Alternativ kann man sie in einer Kiste mit feuchtem Sand (eingegraben) im Keller aufbewahren. Wichtig ist, dass Sie die Gemüseteile bei der Zubereitung in einer Schüssel mit Zitronen- oder Essigwasser aufbewahren, damit sie sich nicht bräunlich verfärben.

Schwarzwurzeln können sehr vielseitig zubereitet, aber auch roh verzehrt werden. Geerntet werden sie zwischen Oktober und April und kommen meistens aus den Niederlanden, Frankreich oder Belgien. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Ware nach Möglichkeit nicht zerbrochen ist, weil die Schwarzwurzeln dann nicht länger gelagert werden können. Zerbrochene Schwarzwurzeln verlieren wesentlich schneller Feuchtigkeit und werden weich bzw. welk.

Schwarzwurzeln lassen sich auch einfrieren, wenn sie zuvor in Zitronen- oder Essigwasser blanchiert wurden.

Noch ein Tipp

Da Schwarzwurzeln immer wieder mit Spargel verglichen wird, können Sie das schmackhafte Wintergemüse natürlich auch wie Spargel zubereiten. Übertragen Sie einfach die klassischen Spargelrezepte auf die ebenfalls so gesunden Schwarzwurzeln.

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Video©Nia Latea, Foto©JackStock/Fotolia   I

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