Cashewkerne – DIY zuckerfreien Schokoaufstrich und vegane Mayo

Die ursprünglich aus Brasilien stammenden Cashewbäume werden mittlerweile auch in vielen anderen Ländern angepflanzt. Der Anbau und die Ernte der Cashewkerne ist allerdings recht aufwendig, sie schmecken aber richtig gut und haben außerdem viele gesundheitliche Vorteile.

Cashewkerne - DIY zuckerfreien Schokoaufstrich und vegane Mayo
Cashewkerne – DIY zuckerfreien Schokoaufstrich und vegane Mayo

Schokoladiger Brotaufstrich mit Cashewkernen und Avocado

Die Zubereitung der schokoladigen Creme ist relativ gering. Sie schmeckt nicht nur auf dem Frühstücksbrot, sondern auch als Zutat von Desserts oder zu Pfannkuchen.

Die Zutaten

  • 1 reife Avocado
  • 1 TL frischer Zitrussaft (Orangen, Zitrone oder Limette)
  • 30 g Cashewkerne (die über Nacht oder ca. 6 Stunden in Wasser eingelegt waren)
  • 1 gehäufter TL Kakao (reiner Kakao, stark entölt – kein gezuckertes Kakaopulver für die Milch)
  • 1 EL Dattelpaste

Die Zubereitung

Die Avocado zerschneiden und das Fruchtfleisch aus der Schale löffeln. Alle Zutaten in einen kleinen Blender geben und so lange pürieren, bis eine glatte Masse entsteht. Die Schokocreme in ein verschließbares Gefäß füllen, kühl aufbewahren und möglichst schnell verzehren – was überhaupt nicht schwer fällt!

Vegane Mayonnaise aus Cashewnüssen

Ob zu Kartoffelsalat oder als Grundlage für einen leckeren Dip, Mayonnaise steigert oft den Genuss. Normalerweise wird eine gehaltvolle Mayonnaise aus Öl und Eigelb zubereitet, ist also nicht vegan. Eine gesunde und schmackhafte Alternative kann die vegane Mayonnaise aus Cashewkernen sein.

Die Zutaten

  • 200 g Cashewkerne (ca. 4 bis 6 Stunden gewässert)
  • 1 EL Kürbiskernöl
  • 1 EL Senf
  • Meersalz und Pfeffer nach Geschmack
  • 2 geschälte Knoblauchzehen

Bei Bedarf lässt sich die vegane Mayonnaise noch mit veganem Pflanzenmilchjoghurt strecken. Die Rezeptur muss dann noch einmal gesondert abgeschmeckt werden.

Die Zubereitung

Die abgetropften Cashewkerne mit den anderen Zutaten in einen Blender geben und zu einer cremigen Mayonnaise mixen. Die Zugabe von veganem Pflanzenmilchjoghurt lässt die Creme leichter und feiner schmecken, zudem werden die Kalorien deutlich reduziert.

Gesundheitliche Vorteile der Cashewkerne

100 g Cashewkerne haben etwa 550 Kalorien. Sie enthalten nicht nur wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken, sondern auch einen großen Anteil an Mineralien (Phosphor, Magnesium, Kalium, Kupfer, Zink und Eisen), Aminosäuren und Vitaminen.

Sie regulieren den Blutdruck und steigern das Immunsystem. Cashewkerne sind keine Nüsse, obwohl sie fälschlicherweise oft so bezeichnet werden. Cashewbäume sind botanisch gesehen mit Pistazien- und Mandelbäumen verwandt. Die Kerne machen „glücklich“, da sie Tryptophan (Aminosäure) enthalten, welches für die körpereigene Bildung von Serotonin benötigt wird. Serotonin wirkt nicht nur auf das zentrale Nervensystem, sondern auch antidepressiv.

Die vitalstoffreichen Kerne werden als gesunde Proteinquelle bezeichnet, da sie fast zu 20 Prozent aus Eiweiß bestehen. Sie können auch  die gesunde Gewichtsreduktion unterstützen, da sie lange satt halten.

Cashewkerne – u.U. ein Risiko für Allergiker

Die Kerne der Cashewfrüchte (Cashewapfel) wachsen außerhalb der Frucht. Die vitaminreiche Cashewfrucht ist reich an Vitamin C, aber sehr schnell verderblich. Daher wird sie nach der Ernte direkt, innerhalb von Stunden, im Ursprungsland verarbeitet. Sie können aufgrund der schnellen Verderblichkeit nicht frisch in andere Länder exportiert werden. Lediglich Konfitüren, Saucen oder Getränke, die aus dem Cashewapfel hergestellt werden, sind in anderen Ländern erhältlich.

Die Schale der Cashewkerne enthält CNSL. Das giftige Öl der Cashewschale kann schwere Verätzungen, Schmerzen, Fieber, Schwellungen, Hautreizungen und Rötungen hervorrufen. Es wird in der Medizin- und Lackindustrie verwendet. Da das Öl der Kerne sehr pflegend ist, wird es auch Kosmetika beigemischt.

Es gibt aber auch Menschen, die allergisch auf Cashewkerne reagieren. Hierbei können Herz-/Kreislaufprobleme, verbunden mit Atemnot, auftreten. Wer gegen Hasel- und Erdnüsse allergisch ist, sollte Cashewkerne anfangs sehr vorsichtig verzehren und auf allergische Reaktionen achten. Allergien treten eher selten auf, können dann aber recht heftig ausfallen.

Cashewkerne – wie Sie gute Qualität erkennen können

Achten Sie beim Kauf auf jeden Fall auf die Herkunft und das Haltbarkeitsdatum. Cashewkerne sind in der Regel recht teuer, da sie sehr aufwendig zu produzieren sind. Nach dem Ernten und Entfernen der Kernschale müssen die Kerne getrocknet werden, damit sie nicht schimmeln.

Es gibt daher nur sehr selten Kerne in Rohkostqualität. Die Kerne können ranzig werden, was man an einem muffig Gruch erkennen kann. Lagern Sie die Kerne kühl und trocken bei 10-18 Grad Celsius. Cashewkerne können auch im Kühlschrank aufbewahrt oder eingefroren werden.

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Foto©pixabay/tookapic

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