So friert man Gemüse richtig ein

So friert man Gemüse richtig ein
So friert man Gemüse richtig ein

Geht es darum, die Haltbarkeit von Gemüse, welches aktuell nicht verzehrt werden kann, zu verlängern, stellt das Einfrieren eine empfehlenswerte Methode dar. Möglich ist dies bei nahezu allen gängigen Gemüsesorten.

In diesem Zusammenhang fällt jedoch häufig die Frage, ob das Einfrieren des Gemüses in rohem Zustand erfolgen sollte oder ein vorheriges Garen notwendig ist. Mehr dazu und wie bei dem Einfrieren der unterschiedlichen Sorten von Gemüse vorgegangen werden sollte, erklärt der folgende Beitrag.

Diese Gemüsesorten eignen sich zum Einfrieren

Für das Einfrieren sind im Grunde die meisten Arten von Gemüse geeignet wie etwa Champignons, Kürbis, Zucchini, Karotten, Kohlrabi, Erbsen oder grüne Bohnen.

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Weniger gut wird der Frost jedoch von Gemüsesorten vertragen, die einen sehr hohen Wasseranteil enthalten. Zu diesen zählen etwa Zwiebeln, Tomaten, Radieschen und Gurken. Nach dem Prozess des Auftauens können diese oft matschig sein. Eine Ausnahme bilden dabei jedoch Zwiebeln und Tomaten – sollten diese nach dem Auftauen zum Kochen genutzt und nicht roh gegessen werden, ist das Tiefkühlen auch bei diesen keinerlei Problem.

Unter den verschiedenen Gemüsen finden sich einige Sorten, die in rohem Zustand eingefroren werden können. Die meisten von ihnen profitieren jedoch davon, wenn diese blanchiert werden, bevor sie in den Tiefkühler kommen. Dadurch wird sichergestellt, dass eventuelle Keime sicher abgetötet werden. Darüber hinaus kommt es zu der Deaktivierung der zelleigenen Enzyme. So wird die Haltbarkeit des Gemüses verlängert und der Verlust der wichtigen Vitamine ist geringer. Außerdem behält das Gemüse auch länger seine ansprechende Farbe.

Roh tiefgekühlt werden können zum Beispiel Zucchini, Spargel, Pilze, Paprika, Lauchzwiebeln und Kürbis. Ein Blanchieren vor dem Einfrieren ist dagegen bei Spinat, Rosenkohl, Karotten, Mangold, Kohlrabi, Fenchel, Erbsen, Brokkoli, Bohnen und Blumenkohl sinnvoll.

Die korrekte Vorbereitung des Gemüses

Im Vorfeld des Einfrierens von Karotten, Zucchini und Co. muss jedoch eine gewisse Vorbereitung in Kauf genommen werden. Es kommt in diesem Zusammenhang beispielsweise darauf an, dass das Gemüse möglichst frisch ist und keine beschädigten Stellen aufweist.

Das Gemüse ist dann im ersten Schritt gründlich zu säubern, zu putzen und gegebenenfalls auch zu entkernen und zu schälen. Danach folgt das Schneiden in mundgerechte Stücke. Abhängig von der jeweiligen Sorte folgt dann das Blanchieren. Dies bedeutet, dass das Gemüse für rund drei bis fünf Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben wird. Danach folgt ein Abschrecken in Eiswasser.

Bevor es dann in Schraubgläser, Gefrierbeutel oder Gefrierdosen gegeben wird, muss man es noch abtropfen lassen. Bei der Verpackung ist es wichtig, dass der Behälter als möglichst luftdicht ist.

Um zu verhindern, dass die einzelnen Stücke des Gemüses in dem Behältnis aneinander festfrieren, ist auch ein Vorfrieren auf einem Tablett möglich. Anschließend können sie dann in einen platzsparenden Behälter umgefüllt werden.

So lange lässt sich das Gemüse tiefkühlen

Wurde das Gemüse ordnungsgemäß und vor allem luftdicht verpackt, beträgt die Haltbarkeit in der Tiefkühltruhe rund sechs bis zwölf Monate. Damit der Überblick über die eingefrorenen Gemüsesorten nicht verloren geht, ist es sinnvoll, die einzelnen Behälter mit dem jeweiligen Einfrierdatum zu beschriften.

Für den Verzehr sollte das Gemüse im Kühlschrank langsam auftauen. Ebenso ist es möglich, es noch in seinem gefroren Zustand in kochende Gerichte zu geben.

Beispiele für den Umgang mit einzelnen Gemüsesorten

Grüne Bohnen
Grüne Bohnen eignen sich für das Einfrieren besonders optimal, da es die Möglichkeit bietet, ihren Geschmack, ihre Farbe und die vielen wertvollen Inhaltsstoffe zum größten Teil zu konservieren. Auf ein vorheriges Blanchieren der grünen Bohnen kann vor dem Tiefkühlen jedoch nicht verzichtet werden. So wird verhindert, dass es zu einem verstärkten Abbau von Vitaminen und Geschmacksstoffen kommt. Außerdem wird so das Abtöten von möglichen Keimen sichergestellt.

Die Bohnen werden zuerst ordentlich gewaschen und ihre Spitzen und der Stielansatz abgeschnitten. Danach folgt das bereits erwähnte Blanchieren. Nachdem abtropfen werden die Bohnen noch einmal trockengetupft, bevor sie in eine Frischhaltedose oder einen Gefrierbeutel gegeben werden. Der Behälter ist dann luftdicht zu verschließen.

Kürbis
Für das Einfrieren sind Spaghettikürbis, Muskatkürbis und weitere Kürbissorten sehr gut geeignet. Dafür ist der jeweilige Kürbis erst einmal in kleine Stücke zu zerteilen. Leichter funktioniert dies, indem er halbiert und seine Enden abgeschnitten werden.

Mithilfe eines Esslöffels sind die Kerne und das Fruchtfleisch des Kürbis zu entfernen. Mit einem Messer lässt sich die Schale abnehmen. Im Anschluss wird das Gemüse in kleine Würfel zerteilt und in einen Gefrierbeutel oder in ein anderes gefrierfestes Behältnis gegeben. Nach der Beschriftung mit dem Datum kann der Kürbis in der Tiefkühltruhe gelagert werden.

Mangold
Vor dem Einfrieren ist auch bei Mangold ein Blanchieren notwendig. Außerdem ist darauf zu achten, dass seine Verarbeitung direkt nach dem Einkauf erfolgt, da die Blätter bereits nach kurzer Zeit welken.

Zur Vorbereitung ist der Mangold sorgfältig zu reinigen, außerdem ist die Entfernung der trockenen Stielenden notwendig. Danach werden Stiele und Blätter in Streifen von rund zwei Zentimetern geschnitten. Für eine Minute ist der Mangold zu blanchieren, bevor er in abgetropfter Form portioniert in ein geeignetes Behältnis gefüllt und in den Tiefkühler gegeben wird.

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