Zahnarztangst: Ursachen, Tipps & Behandlungsmöglichkeiten

Zahnarztangst: Ursachen, Tipps & Behandlungsmöglichkeiten
Zahnarztangst: Ursachen, Tipps & Behandlungsmöglichkeiten

Wohl niemand geht sonderlich gerne zum Zahnarzt. So belegen aktuelle Statistiken sogar, dass jedes zehnte Kind und jeder fünfte Erwachsene unter erheblicher Zahnarztangst leiden. Die Ursachen dafür sind vielfältiger Natur, aber es gibt auch eine gute Nachricht. Denn die Angst vor dem Besuch beim Dentisten kann durchaus gelindert werden. Je nach Intensität der Angst und je nach Vorgeschichte der Betroffenen ist Zahnarztangst mitunter sogar vollständig heilbar.

Diverse Ursachen für die Angst vor dem Zahnarzt

Bereits im Kindesalter kann Zahnarztangst entstehen. Experten sind sich einig, dass sich die Angst der Eltern vor dem Zahnarzt leicht auf den Nachwuchs übertragen kann. Kinder sind ausgesprochen feinfühlig und spüren daher sofort, wenn sich die Großen beim Zahnarztbesuch unwohl fühlen. Außerdem ist auch in den Medien immer wieder von der Zahnarztangst die Rede. Ob in der Werbung, in TV- oder Radio-Beiträgen: Behandlungen beim Zahnarzt werden in der Öffentlichkeit häufig so dargestellt, als seien sie ausnahmslos schmerzhaft oder gar besonders gefährlich. Nicht zuletzt tragen aber auch persönliche Negativ-Erlebnisse oder Traumata dazu bei, dass die Panik vor dem Besuch beim Dentisten stetig geschürt wird.

Wie stark Sie oder Ihr Nachwuchs unter Zahnarzt-Angst leiden,  können Sie online bei dem Zahnarztangst-Test von Sensitive Dentists feststellen.

Von Anfang an richtig agieren

Je besser schon die lieben Kleinen durch ihre Erziehungsberechtigten auf die ersten Besuche beim Zahnarzt vorbereitet werden, desto eher besteht die Möglichkeit, dass die sogenannte Dentalphobie gar nicht erst entsteht. Durch frühestmögliche Aufklärung und spielerisches Heranführen an die Thematik können Eltern vieles erreichen.

Wenn ein Kind beim Zahnarztbesuch sehr zögerlich oder skeptisch reagiert oder den Mund gar nicht erst öffnen mag, dann sollten Eltern harsche Reaktionen tunlichst vermeiden. Vielmehr sind Zuwendung, Trost und beruhigende Worte weitaus vielversprechendere Instrumente. Natürlich spielt auch die richtige Zahnpflege eine zentrale Rolle. Wer schon früh lernt, die Zähne richtig zu putzen, der wird insgesamt von einer besseren Zahngesundheit profitieren und dürfte somit seltener die mitunter schmerzhaften Wurzelbehandlungen oder ähnliche Eingriffe über sich ergehen lassen müssen.

Früh übt sich, Zahnarztangst zu vermeiden

Das Gefühl, dem Zahnarzt während der Behandlung hilflos ausgeliefert zu sein, ist ein weiterer Angst-Faktor. Spritzen, Bohrer und Co. fördern überdies nicht gerade das Wohlgefühl des Patienten. Werden junge Menschen schon früh mit den Gegebenheiten in einer Zahnarztpraxis vertraut gemacht, ist das bereits eine gute Voraussetzung für ein relativ „gesundes“ Verhältnis zwischen Zahnarzt und Patient.

Kindern sollte zudem gerne auch die Gelegenheit gegeben werden, mit zahnärztlichen Instrumenten bzw. mit entsprechendem Spielzeug zu hantieren, es aus der Nähe zu betrachten. Natürlich kann insbesondere der Zahnarzt selbst einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, um die Angst der kleinen und großen Patienten zu lindern. Normale Alltagskleidung statt weißer Kittel in der Praxis wirkt weitaus weniger abschreckend und bedrohlich. Eine ausführliche, freundliche Patientenberatung sowie die Anwendung spezieller Behandlungsformen, wie beispielsweise Hypnose, stellen aus der Sicht von Angstpatienten obendrein eine sinnvolle Hilfestellung dar.

Nicht zu vergessen ist der Einsatz entkrampfender oder beruhigender Hilfsmittel. Massage- oder Knetbälle leisten diesbezüglich wertvolle Dienste und kommen heute in zahlreichen Zahnarztpraxen zum Einsatz. Seichte musikalische Klänge oder rotierende Bilder, die an die Wände des Behandlungsraums projiziert werden, wirken ebenfalls leicht ablenkend und können angstlindernd sein.

Zahnärzte und Patienten im gemeinsamen Kampf gegen Dentalphobie

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und ihren Patienten ist die beste Basis dafür, einer Dentalphobie entgegenzuwirken. So sind einerseits bereits Eltern gefragt, die ihre Kinder rechtzeitig aufklären und informieren sollten. Auf der anderen Seite können auch Dentisten durch Beratung, Aufklärung sowie die Anwendung moderner Behandlungsformen einiges bewirken. Nicht zuletzt tun insbesondere Angstpatienten gut daran, gegebenenfalls psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen oder sich in Selbsthilfegruppen mit anderen Betroffen auszutauschen. Es hat sich gezeigt, dass sich die Angst vor dem Zahnarzt auch durch diese kleinen Schritte gezielt angehen und sogar reduzieren lässt.

Video©Flickchen, Bild©istock.com – shironosov

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