DIY Isländisch Moos Tinktur – gegen Erkältungen und Magen-Darmbeschwerden

Erkältungen und Magen-/Darmbeschwerden gehören zu den häufigsten Beschwerden, die selber therapiert werden können. Mit einer selber hergestellten Isländisch Moos Tinktur können diese und andere Erkrankungen behandelt werden, – ohne bekannte Nebenwirkungen.

DIY Isländisch Moos Tinktur
DIY Isländisch Moos Tinktur

Isländisch Moos Tinktur selber herstellen

Die Zutaten

  • 1 großes Schraubglas
  • frisches Isländisch Moos
  • Wodka (40 Prozent)

Die Zubereitung

Mengenangaben gibt es bei diesem Rezept nicht. Der benötigte Wodka hängt von der Menge des frischen Isländisch Moos ab, das Ihnen zur Verfügung steht.

Geben Sie das frische Isländisch Moos leicht zerhackt in ein ausreichend großes Schraubglas und übergießen es mit so viel Wodka, bis die Pflanzenteile komplett bedeckt sind. In der Regel ergibt sich dabei ein Verhältnis 1:5.

Lassen Sie die Mischung auf einer schattigen Fensterbank 14 bis 28 Tage stehen und durchziehen. Einmal am Tag sollte das Schraubglas geschüttelt werden.

Nach Ablauf der Reifezeit schütten Sie die Mischung durch ein feines Moltontuch das in einem Sieb liegt, und fangen die Tinktur in einem Topf auf. Die abgefilterte Tinktur wird anschließend in eine dunkle Tropfflasche umgefüllt. Diese sollte kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Isländisch Moos Tinktur – die Anwendung

Sie können bis zu 3 Mal 10 Tropfen am Tag bei folgenden Beschwerden einnehmen

  • Bronchitis, Atemkatarrh
  • Asthma
  • Husten und Heiserkeit
  • trockener Reizhusten
  • Halsschmerzen
  • Entzündungen oder Reizungen im Mund- und Rachenraum
  • Gastritis
  • Magen- / Darmbeschwerden aller Art
  • Reizdarmsyndrom
  • Verdauungsbeschwerden
  • Appetitlosigkeit

Nebenwirkungen sind bei der Verwendung nicht bekannt. Berücksichtigen sollte man aber, dass die Tinktur Alkohol enthält.

Alternativ können Sie aus Isländisch Moos einen Tee herstellen, der ebenfalls bei den aufgeführten Krankheitsbildern eine Linderung bringen kann.

Isländisch Moos Tee

Das Verhältnis von frischem Isländisch Moos und kochendem Wasser beträgt 1:10 (2 g mit 200 ml kochendem Wasser übergießen). Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen, bevor Sie ihn abseihen und trinken. Bei der Verwendung von getrocknetem Isländisch Moos verwenden Sie nur maximal 0,5 bis 1 g Trockenflechten für die Zubereitung.

Sollte Ihnen der Tee nach diesem Rezept zu bitter sein, gießen Sie den Tee wie oben beschrieben auf, rühren ihn direkt nach dem Aufgießen einmal mit einem Löffel um und schütten ihn ab.

Die Flechten sollten in der Tasse verbleiben, da diese direkt nach dem Abschütten erneut mit kochendem Wasser (gleiche Menge wie zuvor) übergossen werden und 10 Minuten ziehen sollen. Der Flechtensäureanteil wird dadurch verringert und der Tee nicht so bitter.

Allerdings hat diese Aufbereitung einen Nachteil. Die antibiotische Wirkung des Tees nicht so hochwirksam wie bei der ersten Aufbrühvariante. In den Flechtensäuren befinden sich nämlich die antibiotischen Wirkstoffe.

Was ist Isländisch Moos?

Isländisch Moos ist kein Moos, sondern eine Lebensgemeinschaft von Pilzen und Algen, die Flechte genannt werden. Trotz des Namens wachsen die Flechten nicht nur in Island, sondern auch im übrigen Europa. Früher wurden sie als Nahrungsmittel verwendet. Die Isländer haben zuerst die heilsamen Kräfte des Krautes entdeckt, daher der Name „Isländisch Moos“.

Die Flechten sind Schleim bildend, weil sie einen hohen Gehalt an langkettigen Zuckermolekülen aufweisen. Diese Zuckerstoffe, die Schleim bildend sind, sind für die schützende Schicht im Magen-, Mund- und Rachenbereich verantwortlich. Dadurch werden gereizte Schleimhäute sanft beruhigt und geschützt. Die antibiotisch wirkenden Flechtensäuren stärken nicht nur das Immunsystem, sie fördern auch die Heilung.

Selbst lästige Halsschmerzen werden durch die Einnahme der Tinktur oder den Tee schnell gelindert. Das Bakterienwachstum wird sofort bei der Verwendung der Naturmedizin gehemmt, – ganz ohne Nebenwirkungen.

Isländisch Moos wirkt

  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • antibiotisch
  • antioxidativ
  • reizlindernd
  • appetitanregend
  • beruhigend (in Bezug auf gereizte Schleimhäute)

Zwischen April und September kann man die Flechten auf sandigen Böden, in Zwergstrauchheiden, Kiefernwäldern im Flachland, aber auch in Höhen von 1500 – 2500 Metern (Gebirgslagen), sammeln.

Getrocknetes Isländisch Moos können Sie in der Apotheke oder in Onlineshops kaufen.

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Foto©Heike Rau/Fotolia

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