Nanopartikel in Kosmetika – wirklich ungefährlich?

Nanopartikel im Hautcreme

In immer mehr Kosmetikartikeln sind mittlerweile Nanopartikel enthalten. Diese müssen zwar auf den Etiketten ausgewiesen sein, aber die meisten Verbraucher machen sich gar keine Gedanken, was Nanopartikel eigentlich sind und welche Gefahr in ihnen stecken könnte.

Was sind Nanopartikel?

Es sind kleinste Teilchen, die durch die Oberhaut in den Organismus eindringen können. Sie sind in Hautcremes, Make-up, Deodorantien und Sonnenschutzmitteln enthalten. Die mögliche Gefahr, die von ihnen ausgeht, liegt darin, dass noch nicht erforscht ist, welche Wirkung diese kleinsten Teilchen auf den Organismus haben, wenn sie täglich über Hautpflegemittel dem Körper zugeführt werden. Die Probleme, die diese Partikel mit sich bringen, sind damit noch nicht beendet. Dadurch, dass die kleinen Partikel über die Haut in den Organismus eindringen, werden sie über denn Urin wieder ausgeschieden. Sie landen somit in der Kanalisation und danach in der Kläranlage.

Keine Kläranlage ist in der Lage, diese Nanopartikel aus dem Wasser wieder herausfiltern zu können. Sie sind einfach viel zu klein für die vorhandenen Filteranlagen. Aus diesem Grund lässt sich nicht verhindern, dass im Abwasser enthaltene Nanopartikel wieder in das gereinigte Wasser gelangen und somit im Trinkwasser zu finden sind.

Warum werden Nanopartikel in Kosmetika verwendet?

Aufgrund der geringen Größe der Partikel werden diese besonders gerne in Hautpflegepräparaten verwendet. Sie garantieren eine geschmeidige Textur, kaschieren Falten und sorgen für ein gleichmäßiges Hautbild. All diese Eigenschaften wünschen sich die Verbraucherinnen von einem hochwertigen Hautpflegeprodukt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie diese erzeugt werden können.

Nanopartikel in der Kosmetik
Foto/flickr.com/Kanko*/CC2.0

Wer auf die Verwendung von Nanopartikeln in der Kosmetik verzichten möchte, muss ganz genau hinschauen. Die Inhaltsstoffe der Kosmetika sind zwar auf jedem Etikett angegeben, aber zumeist ist dieses so klein gedruckt, dass man eine Lupe benötigt, um dieses entziffern zu können. Sobald hinter einem Inhaltsstoff „Nano“ steht, handelt es sich um Nanopartikel. Es lohnt sich daher, sich bei jedem Kosmetikprodukt die Inhaltsstoffe genau anzuschauen, wenn man auf diese Partikel verzichten möchte, da diese angegeben werden müssen. Die Angabe der verwendeten Nanopartikel ist vom Gesetzgeber her vorgeschrieben.

Vielleicht sollte man auf neuartige Wundermittel verzichten und lieber altbekannte Pflegeprodukte verwenden, die keine Aluminiumnanopartikel usw. enthalten. Besonders wichtig ist dieser Verzicht, wenn man Sonnenschutzmittel für Kinder kauft. Sonnenschutzmittel ohne Nanopartikel sind zwar dickflüssiger und etwas schmieriger, verhindern aber das unerwünschte Eindringen kleinster Teilchen in den Organismus unserer Kinder.

Titelfoto©pixabay/stux-12364/CC0

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