Yoga und Gesundheit

Der gesundheitliche Aspekt des Yoga - Worauf Sie dabei achten sollten

Der gesundheitliche Aspekt des Yoga – Worauf Sie dabei achten sollten

Yoga erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Die traditionelle Lehre, die ebenso körperliche wie geistige Übungen beinhaltet, bietet verschiedene Stile. Und sie eignet sich anhand unterschiedlicher Trainingslevel ebenso für Anfänger wie für echte Yogaprofis. Inzwischen gilt Yoga sogar als offizielles immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Die Aussage, dass es gesundheitliche Vorteile bringt, finden wir öfter. Doch was steckt eigentlich konkret dahinter?

Wie wird Yoga überhaupt ausgeführt?

Nach Stil variierend, setzt sich ein Yogatraining aus verschiedenen Elementen zusammen. Basierend auf der Herkunft des Yoga tragen diese Bezeichnungen in der altindischen Sprache Sanskrit. Die Yogahaltungen beziehungsweise Bewegungsabläufe heißen in der „Yogasprache“ Asanas. Hinzu kommen Atem- und Meditationsübungen. Atemtechniken heißen Pranayama. Wie diese Elemente konkret kombiniert werden, hängt vom jeweiligen Yogastil ab. Zu den bekanntesten beziehungsweise beliebtesten Arten zählen:

  • Hatha Yoga
  • Bikram Yoga, auch Hot Yoga genannt
  • Aerial Yoga
  • Power Yoga
  • Iyengar Yoga
  • Ashtanga Yoga
  • Kundalini Yoga
  • Jivamukti Yoga
  • Bhakti Yoga
  • Yin Yoga

Dass der gesundheitliche Aspekt des Yoga überhaupt so im Vordergrund steht, ist hauptsächlich der weltweiten Ausbreitung der Lehre zu verdanken. In der Tradition liegt der Fokus eher auf der spirituellen Ausrichtung. So sind einige der Asanas (Yogahaltungen) sogar erst in den vergangenen 100 Jahren entstanden. Dies bei einer Lehre, deren Ursprünge um die 2.500 Jahre zurückreichen. Beim Yoga zeigt sich jedoch immer wieder, dass es besonders das ganzheitliche Konzept ist, was das Training so erfolgreich macht.

Zeitlich und örtlich ungebunden

Einmal richtig erlernt, lässt sich Yoga unabhängig von Zeit und Ort praktizieren. Das ist beispielsweise für alle von Vorteil, die Yogakurse gerne online machen oder zeitlich flexibel bleiben möchten. Wer bereits geübt im Yogatraining ist, kann diese Routine auch beispielsweise im Urlaub beibehalten. Da es beim Yoga letztlich um Entspannung geht, kommt es diesem sogar zugute.

Eignet sich Yoga wirklich für jeden?

Ja, grundsätzlich gibt es tatsächlich für jeden Menschen die passende Yogaeinheit. Doch wie bei allen Sport- und Bewegungsarten ist es auch hier wichtig, die eigene gesundheitliche Konstitution im Blick zu behalten. Vorsicht ist beispielsweise bei bestimmten Vorerkrankungen geboten. Auch hier ist es entscheidend, welchen Yogastil Sie praktizieren möchten.

Das Angebot an Übungsmaterial ist in Bezug auf Yoga nahezu grenzenlos. Doch insbesondere Anfänger sollten darauf achten, die Grundlagen in einem echten Kurs zu erlernen. Sonst besteht das Risiko, Übungen falsch zu absolvieren und sich Verletzungen zuzuziehen.

Was Yoga wirklich mit unserem Körper „macht“

Zu Yoga gibt es aufgrund seines Facettenreichtums je nach konkreter Thematik eine unterschiedlich dichte Studienlage und somit solide wissenschaftliche Erkenntnisse. Eine oftmals auftauchende Gemeinsamkeit besteht darin, dass Yoga eine wertvolle gesundheitliche Zusatztherapie darstellt. Das gilt gleichermaßen für den körperlichen Aspekt wie auch bestimmte psychotherapeutische Ansätze.

Was bisher als gesichert gilt ist, dass sich Yoga positiv auf unser Herz-Kreislauf-System auswirkt. Es senkt beispielsweise den Blutdruck und fördert die Sauerstoffaufnahme. Auch soll es dazu beitragen, den Anteil an Antioxidantien in unserem Blut zu erhöhen. Die Atemübungen leisten einen Beitrag, unser Nervensystem zu stärken. Yoga gilt zudem als geeignete Therapie bei akuten und chronischen Rückenbeschwerden. Die Bewegungsabläufe tragen dazu bei, die Muskulatur zu kräftigen und zu dehnen.

Auf psychischer Ebene kommt es gegen Stress zum Einsatz. Hier scheint es insgesamt für ein ausgeglichenes und positiv gestimmtes Gemüt zu sorgen. Der Stressabbau fördert einen gesunden Schlaf. Des Weiteren soll Yoga die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigern.

Individuelle Vorteile von Yoga ausschöpfen

Wie sich Yoga konkret auswirkt, hängt auch immer von individuellen Faktoren ab. Gemeint sind damit beispielsweise Ihr Alter oder auch persönliches Fitnesslevel. Der Erfolg lässt sich zudem auf die Qualität des Yogaunterrichts beziehungsweise die Qualifikation der Yogalehrenden zurückführen. Unser Tipp, insbesondere für Yogaeinsteiger, lautet, sich nicht nur sorgfältig den passenden Yogastil auszusuchen. Achten Sie auch auf eine Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen. Lassen Sie sich gegebenenfalls ärztlich beraten, falls Ihr Gesundheitszustand das nahelegt. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen mit Yoga positive gesundheitliche Auswirkungen zu erreichen.

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