Zucchini Kartoffelbrötchen selber backen – lecker, luftig, leicht

Zucchini Kartoffelbrötchen selber backen - lecker, luftig, leicht
Zucchini Kartoffelbrötchen selber backen - lecker, luftig, leicht

Kartoffelbrötchen haben ein ganz besonderes Aroma, sind saftig und knusprig zugleich. Sie sind so unglaublich lecker, dass man gar keine Lust mehr auf TK-Backwaren vom „Bäcker“ hat. Und eine perfekte Resteverwertung sind sie auch noch, wenn gekochte Kartoffeln vom Vortag übrig sind.

Original Kartoffelbrötchen

Das folgende Rezept reicht für etwa 15 normal große Kartoffelbrötchen. Möchten Sie lieber 30 kleine Partybrötchen backen, brauchen Sie die Brötchen nur ein wenig kleiner zu formen. Bei kleineren Brötchen verringert sich allerdings die Backzeit. Die Brötchen sind fertig, wenn sie eine schöne braune, knusprige Kruste haben. Alternativ kann aus dem Teig auch ein Brot oder Baguettes gebacken werden.

Die Zutaten

  • 500 g geschälte, gekochte Kartoffeln, fein zerquetscht
  • 100 ml Wasser, am besten das Kochwasser der Kartoffeln oder Gemüsekochwasser
  • 1 Würfel Hefe (frisch), ersatzweise eine Tüte Trockenhefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Meersalz
  • 200 Gramm Dinkelvollkornmehl
  • 300 Gramm Weizenvollkornmehl
  • 1 EL Olivenöl für den Teig
  • evtl. noch Olivenöl zum Bepinseln der Kruste

Die Zubereitung der Kartoffelbrötchen

Für den Vorteig wird die Hefe in das Wasser gebröckelt und mit dem TL Zucker und einem EL Weizenvollkornmehl (von der abgewogenen Mehlmenge abnehmen) zu einem glatten Vorteig gerührt. Während der Vorteig ruht bis erste Blasen aufsteigen, können bereits alle anderen Zutaten (Mehl, Kartoffeln, Salz und Olivenöl) in eine große Schüssel gegeben werden. Halten Sie vom Weizenvollkornmehl noch ein wenig zurück, da zum Ausstreuen der Arbeitsfläche und zum Kneten noch ein wenig Mehl benötigt wird.

Sobald die Hefe im Vorteig aktiviert ist, wird die Hefe-Wasser-Mischung in die große Schüssel zu den anderen Zutaten gegeben und ein weicher Hefeteig geknetet. Nachdem ein glatter, weicher Hefeteig entstanden ist, der nicht mehr an den Händen klebt, muss dieser zugedeckt etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen.

In der Zwischenzeit kann der Backofen vorbereitet werden. Das Backblech, auf dem die Kartoffelbrötchen gebacken werden sollen, wird mit Backpapier ausgelegt. Auf den Boden des Backofens wird eine kleine, mit etwa 150 ml Wasser gefüllte, Auflaufform gestellt, damit beim Backen Dampf entsteht. Alternativ kann auf der untersten Einschubleiste des Backofens ein zweites Backblech eingeschoben werden, auf das die 150 ml Wasser gegeben werden.

Nach ca. 30 Minuten ist der Teig fertig

Selber gebackene Kartoffelbrötchen sind sooo lecker!
Selber gebackene Kartoffelbrötchen sind sooo lecker!

Ist der Brötchenteig nach 30 Minuten gut aufgegangen, wird er auf der Arbeitsfläche noch einmal gut verknetet (Mehl auf der Arbeitsfläche nicht vergessen). Der Teig wird zu einer langen Rolle geformt, die in gleich große Stücke unterteilt wird. Die Teigstückchen für die Brötchen werden mit einer Teigrolle etwa 1,5 cm dick ausgerollt, um danach, die Ecken eingeklappt, zu Brötchen geformt zu werden. Die vorgeformten Brötchen kommen mit der glatten Seite nach oben (die Seite mit den eingeklappten Teigrändern nach unten) auf das Backblech, um weitere 30 Minuten gehen zu können.

Nach etwa 20 Minuten Gehphase können Sie den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Nach Beendigung der Gehzeit, wenn sich die Brötchen deutlich vergrößert haben, wenden Sie sie vorsichtig, damit die glatten Seiten auf dem Backblech liegen. Dadurch gehen die Brötchen beim Backen besser auf und erhalten eine rustikale Optik. Sind alle Brötchen umgedreht, kann das Backblech gleich in den Ofen geschoben werden. Nach ca. 45 bis 50 Minuten sind die Brötchen fertig. Sie sollten eine braune, knusprige Kruste haben. Lassen Sie die Kartoffelbrötchen vor dem Verzehr auf einem Kuchenrost gut auskühlen.

Sie möchten lieber ein Kartoffelbrot oder Baguette?

Falls Sie keine Brötchen, sondern lieber ein Brot oder Baguette (Teig in 2 Stücke teilen und die dann wie beschrieben verarbeiten) backen möchten, rollen Sie den Teig zu einem Rechteck aus (Teigdicke ebenfalls 1,5 bis 2 cm) und anschließend zu einer lockeren Teigrolle auf, die Sie an den Enden zusammendrücken.

Sie benötigen bei diesem Backprinzip keine Brotbackform, weil der Brotteig zwar locker und fluffig aufgeht, aber die gewünschte Brotform ganz natürlich beibehält. Die Backzeit variiert kaum. Das Brot / die Baguettes sind fertig, wenn die Kruste braun und knusprig ist und sich das Brot holzig/hohl anhört, wenn Sie mit einem Holzlöffel auf die Kruste klopfen.
Variationen

Folgende Variationen bieten nicht nur geschmackliche Abwechslung. Sie bieten auch eine Flexibilität, wenn die vorhandene Kartoffelmenge für die benötigten 500 Gramm nicht erreicht.

Zucchini – Kartoffelbrötchen

Zucchini haben weniger Kohlenhydrate als Kartoffeln (Zucchini 3,1 Gramm – Kartoffeln 17 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm). Sie sind eine gesunde Zugabe, wenn der Kohlenhydratanteil im Brot verringert werden soll. Sie können für die Zubereitung der Zucchini – Kartoffelbrötchen die Zutaten für den Grundteig übernehmen, wenn Sie folgende Änderungen durchführen:

  • 300 g gekochte und gequetschte Kartoffeln
  • 200 g rohe, fein geraspelte Zucchini

oder

  • 200 g gekochte und gequetschte Kartoffeln
  • 300 g rohe, fein geraspelte Zucchini

Selbstverständlich können Sie die Mischungen auch ganz nach Ihren Wünschen gestalten, wenn Sie beim Gesamtgewicht der Mischung immer 500 Gramm erreichen.

Bei der Zubereitung und bei der Backzeit verändert sich nichts. Alternativ können Sie anstelle von Zucchini auch Möhren, Topinambur oder frische Zwiebeln nehmen.

Noch ein Tipp: Falls Sie aus dem Brötchenteig ein Brot backen, bleibt das besonders lange saftig, wenn Sie nach dem Backen die Kruste mit Olivenöl einpinseln.

Bilder©Titel/Andre Bonn/Fotolia, Artikel/pinkyone/Fotolia

2 KOMMENTARE

  1. Meine Mutter hat letztens die Kartoffelbrötchen (ohne Zucchini) nach diesem Rezept gemacht und sie waren einfach unglaublich lecker. Wir konnten gar nicht genug davon kriegen. Muss das Rezept unbedingt mal selber ausprobieren.

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