Intervallfasten – Abnehmen fast ohne Verzicht und Jo-Jo-Effekt

Intervallfasten - Abnehmen fast ohne Verzicht und Jo-Jo-Effekt
Intervallfasten - Abnehmen fast ohne Verzicht und Jo-Jo-Effekt

Eine Gewichtsreduktion ohne Jo-Jo-Effekt, wer träumt nicht davon. Kaum zu glauben, dass durch Intervallfasten dieser Traum in Erfüllung gehen kann. Und zwar fast ohne Verzicht. Sie müssen lediglich Ihren Organismus auf festgeschriebene Essenszeiten trainieren und können dann Ihre Lieblingsspeisen genießen.

Intervallfasten wurde in Amerika erforscht

Bis vor Kurzem glaubte man, dass eine gewollte Gewichtsreduktion mit einer Reduzierung der Kalorien und der Steigerung körperlicher Aktivitäten verbunden ist. Genau aus diesem Grund fallen Diäten immer so schwer. Sobald Sie auf einen Teil Ihrer Nahrung verzichten, kann es zu einer Mangelernährung kommen, weil auch die Aufnahme von wichtigen Vitaminen, Enzymen, sekundären Pflanzenstoffen, Mineralien, essenziellen Fett- und Aminosäuren einschränkt wird. Es können Heißhungerattacken entstehen, da der Organismus einer beginnenden Mangelversorgung entgegenwirken will.

Amerikanische Studien befassen sich nun schon seit etwa 10 Jahren mit diesem Thema. Eigentlich wurde nach einer Möglichkeit geforscht, das Diabetes Risiko zu senken. Die Aussage „Fasten ist das beste Heilmittel“ stammte von Paracelsus. Wie recht er damit hatte, sollte durch Forschung hinterfragt werden.

Der Unterschied zwischen herkömmlichem Fasten und Intervallfasten

Beim herkömmlichen Fasten steht in der Regel die Gewichtsreduktion nicht an erster Stelle. Der Organismus soll entschlackt werden. Um dies zu erreichen, wird eine gewisse Zeit lang auf feste Nahrung verzichtet. Dadurch reduziert sich natürlicherweise die Kalorienanzahl der täglichen Mahlzeiten. Es kommt zwar zu einer Gewichtsreduktion, die aber nur von kurzer Dauer ist. Nach dem Fasten gelten wieder die „normalen“ Essensregeln und die verlorenen Pfunde sind schnell wieder auf den Hüften.

Beim Intervallfasten wird die Anzahl der täglichen Mahlzeiten reduziert. Es soll erreicht werden, dass zwischen den Mahlzeiten längere Essenspausen entstehen, die sich nicht nur positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken können, sondern auch auf das Körpergewicht. Dieses Prinzip steht im absoluten Gegensatz zu den Empfehlungen einiger Ernährungsberater, die auf viele Zwischenmahlzeiten setzen.

Zwar ist die Anzahl der täglichen Mahlzeiten beim Intervallfasten eingeschränkt, aber nicht in sehr großem Maße die Kalorienzahl. Genau dieser Aspekt soll laut der Diabetes Forscherin Frau Professor Annette Schürmann (Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Potsdam-Rehbrücke) dafür verantwortlich sein, dass der Jo-Jo-Effekt vermieden werden kann.

Ein Blick in die Vergangenheit

Um das Prinzip des Intervallfastens verstehen zu können, ist ein Blick in die Vergangenheit hilfreich. Vor Tausenden von Jahren war es dem Menschen nicht möglich, große Vorräte an Nahrungsmitteln anzulegen. Es wurde zu manchen Zeiten viel gegessen, dann aber wieder gehungert. Der menschliche Organismus ist somit konzipiert, dass der Körper Reserven angelegt, auf die er in Notzeiten zurückgreifen kann. Bei Menschen, die keine regelmäßigen Hungerzeiten haben, wird auf diese Reserven niemals zurückgegriffen. Sie sind eher als Ballast zu bezeichnen und begünstigen zudem Krankheiten. Die längeren Essenspausen, die beim Intervallfasten vorgesehen sind, mobilisieren die eingelagerten Reserven. Zuerst wird das eingelagerte Glykogen verbraucht, dann auch die Fettreserven angegriffen. Der Organismus verbrennt durch Intervallfesten nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch Fett.

Langfristige gesundheitliche Vorteile

Im Körperfett lagern sich toxische Verbindungen ein, die durch das Intervallfasten ebenfalls abgebaut werden. Durch Versuche an Mäusen (was wir allerdings nicht toll finden) konnte man deutlich positive, gesundheitliche Vorteile nachweisen. Selbst eine vorhandene Fettleber hat sich langsam zurückgebildet, wenn das herkömmliche Ernährungsverhalten langfristig auf Intervallfasten umgestellt wurde. Studien, die diesen Effekt auch beim Menschen beweisen, gibt es aber noch nicht. Bei den Mäusen ist das Stoffwechselverhalten auf jeden Fall bedeutend flexibler geworden.

Wie kann Intervallfasten in den Tagesablauf integriert werden?

Beim Intervallfasten werden die 24 Stunden eines Tages in 6-8 Essensstunden und 16-18 Fastenstunden aufgeteilt. Am einfachsten ist die Einteilung natürlich, wenn man die Möglichkeit hat, seine Essenzeiten flexibel zu gestalten. Wer z. B. gegen 10 Uhr mit dem Essen beginnt, kann dann bis zu 16-18 Uhr essen (natürlich nicht durchgehend : ). Ab18 Uhr bis zum nächsten Morgen gegen 10 Uhr sollte keine Nahrungsaufnahme erfolgen.

Eine weitere Alternative ist das 5:2 Fasten. Hierbei werden an 2 Tagen in der Woche die Kalorien eingeschränkt (auf 500 – 600 Kalorien/Tag). An den 5 anderen Tagen kann man wie gewohnt essen. Die gesundheitlichen Vorteile sind auch beim 5:2 Fasten gegeben und eine Gewichtsreduktion wird auch erreicht. Berufstätige könnten z.B. die Fastentage auf das Wochenende legen, wenn die Durchführung während der Arbeitszeiten problematisch ist.

Viele weiter Tipps zu diesem Thema finden Sie in unsere Kategorie „GESUND ABNEHMEN“

Unser Video-Tipp: Intervall-Fasten, Gesund leben

Video©NDR, Bilder©dimj/Fotolia

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