Kimchi – den gesunden, koreanischen Klassiker selber herstellen

Kimchi - den gesunden, koreanischen Klassiker selber herstellen
Kimchi - den gesunden, koreanischen Klassiker selber herstellen

Der koreanische Klassiker Kimchi wird aus Chinakohl und zahlreichen anderen Zutaten zubereitet. Das fermentierte Gemüse ist reich an gesunden Milchsäurebakterien. Sie stärken und unterstützen den Darm. Nicht nur Sauerkraut können Sie zu Hause selber fermentieren, sondern auch Kimchi. 

Kimchi selber herstellen

Kimchi selber herzustellen ist gar nicht schwer. Sie benötigen nur die richtigen Zutaten und ein wenig Zeit. Das Gemüse muss nach der Zubereitung nämlich noch fermentiert werden. Die folgenden Zutaten reichen aus, um 1 bis 2 Einmachgläser (je nach Größe) Kimchi herzustellen.

Die Zutaten

  • 1 großer Chinakohl, mindestens 1,4 kg
  • 80 g Meersalz
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 bis 3 Lauchzwiebeln
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 1 bis 1,5 cm frischer Ingwer
  • 1 Kohlrabi, geschält und in Scheiben / Stücke geschnitten
  • 1 EL Reismehl
  • 6 EL Wasser
  • 1/4 Apfel, entkernt und geschält
  • Saft einer Orange
  • 1 EL Paprikapulver rosenscharf
  • 2 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 EL Dattelpaste

2 saubere Einmachgläser mit dicht schließendem Deckel.

Die Zubereitung

Den Chinakohl der Länge nach zerschneiden und die beiden Hälften noch einmal halbieren. Den unteren „Strunk“ mit einem scharfen Messer herausschneiden. Danach die Viertel des Chinakohls erst in Streifen und dann grob in Würfel schneiden. Die Kohlstücke sollten keinesfalls zu klein geschnitten werden, damit sie die gewünschte Konsistenz nach dem Fermentieren haben.

Richtige Handarbeit ist angesgt

Nachdem der Chinakohl zerteilt und in Stücke geschnitten wurde, kommen die Kohlteile mit dem Salz in eine große Schüssel. Um die Struktur der Kohlblätter aufzubrechen, werden Salz und Kohl mit den Händen kräftig geknetet. Es empfiehlt sich, hierbei Einweghandschuhe zu tragen. Durch das kräftige Bearbeiten der gesalzenen Kohlblätter bricht die innere Struktur und es tritt Feuchtigkeit aus. Der gesalzene Kohl sollte nun 3 bis 4 Stunden ruhen, bis die inneren, starken Blattadern nicht mehr „laut brechen“, sondern ganz weich geworden sind.

In der Zwischenzeit können die Gewürze vermischt werden. Hierfür wird das Reismehl (1 EL) mit 6 EL Wasser vermengt und kurz aufgekocht, bis sich die Flüssigkeit leicht verdickt. Die weiße Sauce aus Reismehl und Wasser wird zum Auskühlen zur Seite gestellt.

Während der Auskühlphase der Sauce werden alle weiteren Zutaten, wie Zwiebel, Knoblauch, Dattelpaste, Paprikapulver, der Orangensaft und der Apfel in einen Blender gegeben und zu einer Würzpaste verarbeitet.

Die Lauchzwiebeln werden zu feinen Ringen geschnitten und gemeinsam mit der Reismehlsauce unter die Würzpaste gehoben.

Jetzt muss der Kohl gewaschen werden

Nach der Ruhephase, wenn bereits viel Flüssigkeit aus dem gesalzenen Chinakohl ausgetreten ist, wird dieser 3 Mal gewaschen, damit er nicht zu salzig schmeckt. Danach kann der Kohl, der nun bereits ganz weich sind, mit der Würzpaste vermischt werden.

Nach dem Vermischen werden die gewürzten Kohlblätter im Wechsel mit den geschnittenen Kohlrabistücken in die sauberen Einmachgläser geschichtet.

Die Gläser dürfen nicht bis zum oberen Rand gefüllt werden, da immer noch Feuchtigkeit austritt und sich die Füllmenge durch die Fermentation vergrößern kann. Die maximale Füllmenge sollte ca. 2 cm unter dem Glasrand liegen.

Die befüllten Gläser werden luftdicht verschlossen und sollten 1 bis 2 Tage bei Raumemperatur gelagert werden. Anschließend kommen Gläser in den Kühlschrank.

Etwa 2 Wochen nach der Zubereitung kann Kimchi das erste Mal gekostet werden. Je länger es im Kühlschrank lagert und fermentiert, desto geschmackvoller wird es. In der Regel wird es innerhalb von 2 Monaten verzehrt.

Warum ist Kimchi so gesund?

Der fermentierte Kohl enthält viel

  • Vitamin B und C
  • Folsäure
  • Kalium
  • Magnesium und
  • Senföle.

Diese Kombination stabilisiert nicht nur das Immunsystem, sondern wirkt sich auch positiv auf unsere Haut, Haare und Blutbildung aus. Aufgrund der geringen Kalorien hilft Kimchi auch beim Abnehmen.

Durch die Fermentierung bilden sich auch Probiotika, die eine gesunde Darmflora unterstützen. Über die positiven Eigenschaften von Ingwer, Knoblauch und Datteln haben wir bereits in andern Artikeln berichtet (Link-Empfehlung am Ende)

Womit kann Kimchi gegessen werden?

Nach koreanischer Tradition wird Kimchi zu Reis oder Nudeln gegessen. Sie können Kimchi auch mit anderen Lebensmitteln kombinieren, ganz nach eigenem Geschmack!

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Foto©Natasha Breen/Fotolia

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