Mädesüß, eine fast vergessene Pflanze

Mädesüß, eine fast vergessene Pflanze
Mädesüß, eine fast vergessene Pflanze

Mädesüß wächst an Gewässerrändern und kleinen Bachläufen, auf feuchten Wiesen und in Wäldern. Die Pflanze sieht nicht nur in Blumensträußen dekorativ und ansprechend aus, sie besitzt auch Heilkräfte.

Bei Erkältungen, Grippen und Kopfschmerzen haben früher viele Menschen zu Aspirin gegriffen. Aufgrund der magenschädlichen Nebenwirkungen nehmen aber immer mehr Erkrankte von dieser Art der Selbstmedikation Abstand. In Mädesüß ist eine natürliche Form von Aspirin enthalten, die magenfreundlich ist und keine Übersäuerung hervorruft. Mädesüß gehört zu der Gattung der Rosengewächse. Die Blüte erinnert an die Blüten des Holunderbaumes. Zwischen Juni und August blüht die krautige Pflanze, die einen angenehmen, süßen Duft verbreitet.

Mädesüß findet auch Verwendung in der Küche

In der belgischen und französischen Küche finden sich einige Rezepte, die Mädesüß enthalten. Soßen, Süßspeisen und Weine lassen sich mit der aromatischen Blüte aromatisieren. Da Mädesüß aber nicht nur gut schmeckt, sondern auch heilend wirkt, können die Blütendolden auch frisch oder getrocknet für die Teezubereitung verwendet werden. Die Blüten der Pflanze können alternativ auch in Wein aufgekocht werden und gegen Schmerzen und Fieber helfen. Selbst bei Durchfallerkrankungen kann ein Mädesüßtee Linderung bringen. Der Tee wirkt harntreibend, antirheumatisch und entzündungshemmend. Die Pflanze besitzt Inhaltsstoffe, die beruhigend auf den Magen wirken, weil sie die Produktion der Magensäure eindämmen. Dies ist auch der Grund, warum die enthaltene, natürliche Salicylsäure den Magen nicht schädigt.

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Eine Überdosierung sollte vermieden werden

Mädesüß enthält ätherische Öle, Zitronensäure, Gerbsäure, Salicylsäure, Flavonoide und schwach toxische Glykoside. Die schwach giftigen Glykoside können auch bei einer Überdosierung nicht zu einer Vergiftung führen, aber zu Kopfschmerzen. Es ist daher anzuraten, den Mädesüßtee therapeutisch anzuwenden, aber nicht im Übermaß. Eine Tasse von diesem Kräutertee, evtl. mit Stevia oder Honig gesüßt, reicht aus, um das Wohlbefinden zu verbessern. Morgens, mittags und abends kann bedenkenlos eine Tasse dieser Mischung getrunken werden, wenn ein Infekt, Kopfschmerzen, Durchfall oder ein rheumatischer Schub spürbar sind. Die Blütendolden lassen sich in der Blütezeit sammeln und trocknen. Entweder trocknet man die Blüten in einem Dörrautomaten oder bindet Blumensträuße aus Mädesüß, die an einem trockenen Ort mit dem Kopf nach unten aufgehängt werden. Sobald die Blüten trocken sind, sollten sie in einem Schraubglas luftdicht aufbewahrt werden.

Video©Grüne Kombüse / Koch’s vegan  Titelfoto©pixabay/Hans/CC0.0  

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