Ab ins Grüne – 20 Minuten wirken wie eine „Naturpille“

Raus ins Grüne - 20 Minuten wirken wie eine
Raus ins Grüne - 20 Minuten wirken wie eine "Naturpille"
Weiterlesen nach der Anzeige

Neueste Untersuchungen der Universität Michigan haben ergeben, dass gerade mal 20 Minuten im Grünen reichen, um den Stresslevel deutlich zu senken. Das Fachmagazin „Frontiers in Psychology“ verwendet sogar den Begriff – „Naturpille“.

Die „Naturpille“ senkt den Cortisolspiegel

Dass ein Spaziergang im Grünen Stress abzubauen hilft, ist schon länger bekannt. Interessant an der Studie ist jedoch, dass schon 20 Minuten täglich ausreichen, um den Cortisolspiegel unseres Körpers merklich zu senken. Im Fachmagazin „Frontiers in Psychology“ wird sogar von einer „Naturpille“ gesprochen.

Der Cortisolspiegel spielt auch deshalb eine große Rolle, da längerfristig erhöhte Werte, z.B. ausgelöst durch Stress, zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen aber auch Übergewicht und weiteren Problemen führen können.

Der Ablauf des Experimentes

36 Probanden mussten mindestens dreimal pro Woche spazieren gehen. Weitere Vorgaben waren, dass die Spaziergänge in der freien Natur stattfanden und länger als 10 Minuten dauerten. Durch Speichelproben wurden die aktuellen Cortisolwerte, sowohl vor, während und nach dem Spaziergang, bestimmt.

Ohne Technik in die Natur

Die Probanden hatten die Möglichkeit, Ort, Zeit und Dauer ihrer „Naturpille“ selber zu bestimmen. Vorgaben waren allerdings, das Experiment tagsüber, ohne Handy, keine Unterhaltung mit einer weiteren Person aber auch ohne zu lesen (z.B. ein Buch), durchzuführen.

Als Resultat kam heraus, dass 20 Minuten ausreichten, um den Cortisolspiegel deutlich zu senken. Am effektivsten wurde das Stresshormon reduziert, wenn die Teilnehmer die Zeit gehend oder sogar sitzen verbrachten.

Bäume wirken positiv auf unsere Gesundheit

Roger Ulrich, ein skandinavischer Forscher, stellt schon 1984 fest, dass sich möglicherweise allein der Blick auf Bäume, die vor den Fenstern der Klinik standen, positiv auf die Patienten auswirkte. Sie brauchten weniger Schmerzmittel und wurden schneller gesund.
Auch der amerikanische Umweltpsychologe Marc Berman weißt darauf hin, dass eine Wohngegend, in der es viele Bäume gibt, die Gesundheit der Anwohner positiv beeinflussen kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Foto©ersi/CC0.0

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here