Den eigenen Senf herstellen – Variationen für den Winter

Den eigenen Senf herstellen - Variantionen für den Winter
Den eigenen Senf herstellen - Variantionen für den Winter

Der Herbst bietet sich besonders gut an, um einen eigenen Senf zu kreieren. Sicherlich gibt es noch ein paar Pflaumen, die Sie noch nicht eingemacht haben, oder auch Trauben, Äpfel, Birnen, Kürbisse und vielleicht sogar schon die ersten Quitten. Alle diese Früchte können Sie als Grundlage für Ihren Senf verwenden.

Senf in allen Geschmacksrichtungen

Süß, sauer, salzig und scharf – all diese Geschmackskomponenten sollte ein Senf enthalten, damit er richtig schön „rund“ und aromatisch schmeckt. Starten Sie mit einfachen Rezepten und werden dann immer experimentierfreudiger. Eigentlich kann man nichts falsch machen. Sollte der Senf noch nicht genau so schmecken, wie man es sich vorstellt, würzen Sie ihn einfach noch einmal nach. Bedenken Sie aber, dass er einige Wochen reifen muss, bevor sich sein volles Aroma entwickelt hat. Lassen Sie sich daher mit dem Nachwürzen ruhig Zeit. Vielleicht schmeckt er nach einigen Wochen genau so, wie es geplant war.

Die Senfkörner

Den eigenen Senf herstellen - Variationen für den Winter
Die Senfkörner müssen gemahlen werden

Kaufen Sie sich für einen guten Senf gelbe und braune Senfkörner zu gleichen Teilen. Sollten Sie eine starke Küchenmaschine oder einen kräftigen Mixer besitzen, empfiehlt es sich immer, ganze Körner zu kaufen, und diese bei Bedarf frisch zu mahlen oder zu zerschlagen. Damit die Körner sich nicht erhitzen, dürfen sie immer nur in kurzen Intervallen gemahlen werden. Ansonsten würden sie einen bitteren Geschmack bekommen.

Beginnen Sie mit einer Menge von etwa 200 Gramm. Alle Angaben sind nur ca. Angaben, da die Mengen aufgrund der persönlichen Geschmacksempfindungen variert werden können. Damit das Senfmehl zu einer Senfpaste verrührt werden kann, wird eine Flüssigkeit benötigt. Natürlich können Sie einfach Wein, Wasser und Essig nehmen, wie es die Industrie macht. Aber dann schmeckt Ihr Senf nicht so einzigartig aromatisch, wie Sie es sich wünschen.

Grundrezept für Senf mit Kompott

  • etwa 200 Gramm frisch gemahlenes Senfmehl (gelb und braun)
  • etwa 1 Kilo Obst oder Kürbis für Kompott
  • 5 – 6 EL Zucker nach Wahl
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Coriander
  • 1 TL geriebener Ingwer (trocken)
  • 2 TL Salz
  • ½ TL Pfeffer
  • Agavendicksaft (vegan) oder Honig, Menge nach Geschmack
  • etwa 50 ml Essig (Apfel- oder Balsamicoessig)

 

Kochen Sie aus etwa 1 Kilo der Obstsorten, bzw. des Kürbises, mit ein wenig Wasser einen Kompott. Geben Sie mindesten 5 EL Zucker hinzu, gerne mehr. Der ausgekühlte und fein pürierte Kompott wird in eine Schüssel gegeben. Etwa 50 ml Balsamico- oder Apfelessig geben die gewünschte Säure. Anschließend kommen das Salz und der Pfeffer hinzu und so viel von dem frisch gemahlenen Senfmehl, bis der Senf die richtige Konsistenz hat. Erst dann probieren Sie vorsichtig. Würzen oder süßen Sie nach Bedarf nach. Veganer können Ihren Senf mit Agavendicksaft süßen. Durch beide Süßungsmittel bekommt der Senf seine persönliche Note.

Die Fertigstellung

Alle Zutaten werden mit einem Pürierstab gut miteinander vermischt. Füllen Sie den fertigen Senf in Schraubgläser und stellen diese in ein dunkles, kühles Regal. Das Senfmehl, der Zucker und der Essig konservieren nachhaltig. Durch die Beschriftung der Schraubgläser erkennt man später immer genau, welche Sorte gerade verwendet wird. In einigen Wochen können Sie den frischen Senf probieren.

Dieses Rezept können Sie nach Bedarf abwandeln. Verwenden Sie doch einmal Apfelkompott und ersetzen Sie z.B. die Gewürze Zimt, Coriander und Ingwer gegen 1 – 1½ TL getrocknete Dillspitzen.

Beitragsbilder©Titel/flowolf/CC2.0    Artikel/Pancrat/CC3.0

        

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