Dinkel – das gesunde Korn hilft sogar beim Abnehmen

Low Carb ist angesagt. Kohlenhydrate, Gluten und Weißmehlprodukte werden gerne von der Speisekarte gestrichen. Mit „Tricium spelta“, dem Dinkelmehl, sollten Sie allerdings nicht so streng ins Gericht gehen. In zahlreichen Rezepten kann Dinkel eine gute und gesunde Alternative zum Weizenmehl sein.

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Dinkel macht glücklich und schlank

Eine Aminosäure, die im Dinkelmehl enthalten ist, heißt Tryptophan. Ohne diese Aminosäure (Aminosäuren – für richtig gute Laune und eine schlanke Linie) kann der menschliche Organismus kein Serotonin bilden. Dinkelprodukte machen daher besonders glücklich und wirken antidepressiv. Da das Mehl aber auch satt macht, kann es beim Abnehmen helfen.

Dinkelkleie hat weniger Kalorien als das Mehl aber mehr Ballaststoffe. Sie können Ihr morgendliches Müsli einfach durch Dinkelkleie aufwerten und mehrfach profitieren.

Mit Dinkelmehl backen

Viele Rezepte, bei denen Weizenmehl eingesetzt wird, gelingen auch mit Dinkelmehl. Stellen Sie doch einfach Dinkelnudeln, Dinkelpizzateig usw. selber her. Der einzige Nachteil, der bei Dinkel ersichtlich ist, bezieht sich auf die enthaltene Phytinsäure, die die Aufnahme von Mineralstoffen blockiert.

Durch eine lange Teigführung können Sie z.B. bei der Zubereitung von Brot- und Pizzateig die im Mehl enthaltene Phytinsäure durch Fermentation reduzieren.

Einfaches Dinkelbrot – der Teig kann auch als Pizzateig verwendet werden

Für ein Brot oder 8 Brötchen oder 6 große Pizzen (32 cm) oder 8 kleine Pizzen (25 cm)

Die Zutaten

  • 600 g Dinkelmehl (gerne auch Vollkorndinkelmehl, ganz nach Geschmack)
  • 1 EL Meersalz
  • 300 ml warmes Wasser
  • 15 g frische Hefe

Die Zubereitung

Geben Sie 2 EL des abgewogenen Dinkelmehls mit der Hefe in das warme Wasser und vermischen die Zutaten zu einem Vorteig. Sobald der Vorteig leichte Blasen wirft und aufsteigt, können Sie alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und zu einem glatten Hefeteig verkneten.

Anschließend formen Sie aus dem Teig einen Teigball und legen ihn in einen dicht schließenden Emailletopf mit Deckel. Stellen Sie diesen Topf nun für ca. 24 Stunden an einen kühlen Ort. Je nach Geschmack kann bei der Zubereitung auch ein wenig Sauerteig dem Dinkelteig hinzufügt werden.

In den nächsten 24 Stunden fermentiert der Teig bei der langen Teigführung. Bis zu 3 Tage nach der Zubereitung können Sie den Teig problemlos verwenden, wenn er kühl aufbewahrt wird. Eventuelle Teigreste können Sie für einen neuen Teigansatz verwenden.

Bei der Verarbeitung des Teigs können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Formen Sie ein Brot, Brötchen oder Pizzateig. Die jeweiligen Brote und Brötchen sollten bei etwa 220 oder 230 Grad gebacken werden. Sobald sie leicht braun sind, hohl und holzig klingen, wenn Sie mit einem Holzlöffel auf den Teig schlagen, sind die Brote und Brötchen fertig.

Die Pizza darf erst kurz vor dem Backen belegt werden, damit der Teig nicht durchweicht. Geben Sie nur sehr sparsam Zutaten auf den rund ausgerollten Teig. Pilze, Zwiebeln oder Tomaten müssen hauchdünn geschnitten sein, damit man den originalen italienischen Geschmack trifft. Backen Sie die Pizza im Backofen am besten bei 250 bis 300 Grad Unterhitze, so wird der Pizzaboden von unten knusprig und der Belag bleibt saftig.

Unser Video-Tipp: Dinkel Vollkornbrot backen

Dinkel ist reich an Vitalstoffen und Eiweiß

Dinkelmehl enthält

  • mindestens 10 Prozent Eiweiß
  • 63 Prozent Kohlenhydrate
  • aber nur 2,7 Gramm Fett pro 100 Gramm
  • die Vitamine A, B3, B6, B2, C, E
  • Riboflavin
  • Silizium
  • Mangan
  • Kupfer
  • Zink
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Kalium
  • Calcium und
  • Eisen

Dinkelmehl steigert den Stoffwechsel und die Konzentrationsfähigkeit. Hinzu kommt eine positive Wirkung auf die Nerven.

Warum die meisten Mühlen Bio-Dinkelmehl anbieten

Das Urkorn Dinkel ist seit ca. 4000 bis 5000 Jahren genetisch unverändert. Die Pflanze reagiert kaum auf die Gabe von Kunstdünger, daher wird das Getreide in der Regel als Biogetreide angebaut. Obwohl auch der Dinkel Gluten enthält, können die meisten Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, Dinkelprodukte weitaus besser vertragen als Weizenprodukte.

So wenig die Dinkelpflanze auf Kunstdünger reagiert, so wenig reagiert sie auf radioaktive Strahlung. Der Spelz der Dinkelkörner schützt diese zudem umfangreich vor Schädlingen oder Pilzen. Bereits Hildegard von Bingen hatte erkannt, wie wertvoll der Dinkel in der Ernährung ist.

Gekochte Dinkelkörner als gesunde Bereicherung zu Suppen und Salaten

Dinkel können Sie nicht nur als Mehl, sondern auch als volles Korn kaufen. Besonders lecker schmecken die Körner, wenn sie in Salzwasser weich gekocht und über Salate oder Suppen gestreut werden.

Dinkel regt die Verdauung an, senkt das Risiko von Herz- / Kreislauferkrankungen, stärkt das Immunsystem, wirkt basisch und lindert daher Sodbrennen und Magenbeschwerden.

Grünkern wird ebenfalls aus der Dinkelpflanze gewonnen, indem das Getreide unreif geerntet und geröstet wird. Die Phytinsäure, die in den ganzen Dinkelkörnern enthalten ist, können Sie reduzieren, indem die Körner vor der Zubereitung 2 bis 3 Tage in Wasser eingeweicht, und das Einweichwasser täglich gewechst wird. Anschließend kochen Sie die eingeweichten Dinkelkörner mit ein wenig Meersalz in frischem Wasser weich.

Die kreative Verwendung von Dinkelmehl in der Küche

Versuchen Sie einfach einmal selber in gewohnten Rezepten den Weißmehlanteil durch Dinkelmehl zu ersetzen. Sie werden selber erkennen, wie lecker Kuchen, Brote, Plätzchen, Nudeln und andere Rezepturen werden.

Alternativ können Sie auch 50 Prozent Dinkel mit anderen Mehlarten Ihrer Wahl kombinieren. Probieren Sie einfach aus, wie und was Ihnen am besten schmeckt.

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