Joghurt schmeckt und ist gut für die Haut

Joghurt ist eine sehr alte Möglichkeit, Milch mithilfe von Milchsäurebakterien haltbar zu machen. Schon 6 tausend Jahre vor Christi Geburt wurde auf der Balkanhalbinsel von den Urbewohnern (die Thraker), Joghurt aus Schafmilch hergestellt.

Joghurt hält nicht nur länger als frische Milch, er ist auch gesünder. Der bekannteste und älteste Milchsäurebakterienstamm für die Joghurtbereitung ist der Lactobacillus Bulgaricus. Der Name ist deswegen so gewählt worden, weil die Thraker auf dem Gebiet des heutigen Bulgarien lebten. Joghurt, der mit dem Lactobacillus Bulgaricus zubereitet wurde schmeckt sehr sauer, wirkt sich aber sehr positiv auf die Gesundheit aus. In der heutigen Zeit sind Naturjoghurtsorten mit dem Bakterienstamm aus den meisten Supermärkten fast komplett verschwunden. Der saure Geschmack kommt bei den meisten Kunden nicht sehr gut an. Daher sind die Molkereien auf andere Bakterienstämme, wie z. B. Lactobacillus acidophilus, umgestiegen.

Joghurt selber zubereiten

Joghurt mit früchten
Joghurt schmeckt und ist gesund
flickr.com/Moonrhino

Wer trotzdem nicht auf den sauren Naturjoghurt mit dem Lactobacillus Bulgaricus verzichten möchte, kann diesen in türkischen Geschäften kaufen oder selber herstellen. Starterkulturen lassen sich über den Fachhandel beziehen. Genaue Dosierungsanleitungen sind auf der Packung vermerkt. Man kann aber auch einen türkischen Joghurt kaufen und ca. 1 Liter Milch mit 2 Teelöffeln damit „impfen“. Die Milch sollte vor der Vermischung mit den Bakterien auf etwa 40 bis 50 Grad erhitzt werden. Joghurtbereiter, die ebenfalls im Handel angeboten werden, sorgen für eine gleichbleibende Warmhaltung der Mischung. Wer seine Milch frisch beim Bauern kauft, sollte diese auf etwa 90 Grad Celsius erhitzen und wieder abkühlen lassen, bevor die gewünschten Joghurtkulturen hinzugegeben werden. Um einen reinen Joghurt erhalten zu können ist es nämlich wichtig, dass vorher andere evtl. vorhandene Bakterienstämme abgetötet werden.

Joghurt griechischer Art

Wer gerne ihn gerne auf griechische Art isst, kann diesen ebenfalls selber herstellen. Die Zubereitung erfolgt wie bei jedem anderen Joghurt auch. Allerdings wird dieser nach der Fertigstellung in ein Mulltuch gegeben, damit er austropfen kann. Der Fettgehalt steigt durch die Flüssigkeitsreduzierung an und der ganze Joghurt wird dadurch fester und cremiger. Mit einem abgetropften Joghurt kann ein typischer griechischer Tzatziki gemacht werden. Er schmeckt aber auch gut mit frischen Kräutern auf dem Brot oder als Dessert mit Honig. Die herausgetropfte Flüssigkeit, die Molke, kann zur Anmischung von natürlichen Gesichtsmasken verwendet werden. Diese können ersatzweise auch mit dem fertigen Joghurt angemischt werden. Griechischer Joghurt enthält keine Verdickungsmittel, Trockenmilch oder Gelatine, wie einige andere Sorten sonst.

 Titelfoto©flickr.com/JaBB/CC2.0

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