Kennen Sie auch diese Heilwirkungen von Thymian?

Gewürze sind die Krönung vieler Gerichte. Mit Thymian können Sie Ihre Speisen nicht nur lecker zubereiten, sondern auch von den ätherischen Ölen profitieren, die die Kräuter enthalten.

Kennen Sie auch diese Heilwirkungen von Thymian?
Kennen Sie auch diese Heilwirkungen von Thymian?

In Thymianöl eingelegter Mozzarella oder Tofu

Tofu und Mozzarella kann man in Öl einlegen, damit sie ein besonderes Aroma erhalten. Nach dem Einlegen schmecken beide auf Salaten oder Pizza noch einzigartiger.

Die Zutaten

  • frische Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Basilikum und Lavendel
  • ca. 400 bis 500 ml kalt gepresstes Olivenöl
  • 500 g Mozzarella, Tofu oder ein Käse nach Wunsch
  • 2 bis 3 geschälte und grob zerhackte Knoblauchzehen
  • grob zerdrückte schwarze Pfefferkörner

Die Zubereitung

Sie brauchen ein sterilisiertes Schraubglas, in das der Käse (Tofu) mitsamt allen anderen Zutaten genau hineinpasst.

Als Erstes wird der Käse oder Tofu in mundgerechte Stücke geschnitten. Zerhacken Sie die ausgewählten Kräuter grob und schichten diese mit dem Käse, den zerdrückten Pfefferkörnern und dem grob zerhackten Knoblauch in das Glas. Je abwechslungsreicher Sie die Zutaten schichten, desto aromatischer wird der Käse (Tofu) später schmecken. Sobald sich alle Zutaten im Glas befinden, können diese mit dem Olivenöl übergossen werden, bis alle Zutaten komplett bedeckt sind.

Schrauben Sie das Glas fest zu und stellen es in den Kühlschrank. Nach etwa 5 Tagen sind die Aromen der Kräuter und des Knoblauchs in den Käse / Tofu gezogen und Sie können ihn für die Zubereitung von Salaten und anderen Gerichten verwenden.

Das aromatisierte Olivenöl schmeckt hervorragend als Grundlage für ein Salatdressing, eignet sich aber auch für die Zubereitung von einem würzigen Bruschetta.

Die Verwendung von Thymian in der Küche

Thymian duftet nicht nur aromatisch und schmeckt gut, er kann auch eine Zierde im Garten sein. Im Sommer, wenn die Blütezeit des Thymians begonnen hat, leuchten die kleinen Blüten. Sie lenken fast von den kleinen, nadelförmigen Blättern ab, die den Thymian ausmachen. Für die Verwendung werden diese einfach von den Stängeln abgerebelt.

Im Kaukasus, Mittel- und Südeuropa wächst der er nicht nur in Kräutergärten, sondern auch wild in der freien Natur.

Der leicht rauchig würzige Geschmack passt zu vielen Speisen. Es gibt unterschiedliche Thymiansorten, die immer wieder überraschende Aromen bieten. Probieren Sie in Ihre Küche nicht nur den traditionellen Thymian, sondern auch Kümmel- oder Zitronenthymian. Der Duft der Zitronen harmoniert mit Lamm und Fisch, der Kümmelthymian dagegen ist für die Zubereitung von Rindfleisch besser geeignet.

Da sein Aroma sehr intensiv ist, können Sie die kleinen nadelförmigen Blättchen sparsam verwenden, aber auch gut mit anderen Kräutern kombinieren. Thymian ist auch in der bekannten Gewürzmischung „Kräuter der Provence“ enthalten.

Thymian passt nicht nur zu allen mediterranen Gemüsesorten, Kartoffeln, Fleisch, Fisch und Käse / Tofu. Als Brotwürze, für Zubereitung von Saucen, aber auch von Tee, Süßspeisen, Sirupmischungen, Marinaden und Likören werden die Kräuter ebenfalls verwendet.

Bereits im historischen Ägypten wurde Thymian nicht nur in der Küche verwendet, sondern auch für medizinische Therapieanwendungen genutzt. Später fand sich die Kräuterpflanze in den europäischen Klostergärten und war Bestandteil der traditionellen Klostermedizin.

Die positive Wirkung von Thymian auf den Organismus

Die Verwendung von Thymian ist besonders bei beginnenden Erkältungskrankheiten hilfreich, da es entzündungshemmend und krampflösend wirkt.

Folgende Beschwerden können mit einer Tinktur aus Thymian, Thymiantee oder einem mit Thymian gefüllten Kräuterkissen (Ruhiger, entspannter Schlaf mithilfe von DIY Kräuterkissen) gelindert werden

  • Halsschmerzen
  • Erkältungskrankheiten
  • grippale Infekte
  • Kehlkopfkatarrh, Krampfhusten, Keuchhusten, Luftröhrenkatarrh und Reizhusten
  • verschleimte Bronchien
  • Heiserkeit
  • Lungenentzündung
  • Atemwegserkrankungen
  • Husten
  • Entzündungen im Rachen- und Mundbereich

Zusätzlich unterstützt Thymian, wenn er bei schweren und fetthaltigen Gerichten mitgekocht wird, die Verdauung. Ein Mazerat (Kräuteröle selber ansetzen) aus Thymian kann für Massagen bei Verspannungen oder Migräne verwendet werden, um eine sanfte und natürliche Linderung der Beschwerden zu erreichen. 3 Tropfen ätherisches Thymianöl (mit Honig oder Sahne vermischt) sind ein wohltuender Badezusatz bei Erkältungen, können aber auch einen gesunden Schlaf fördern.

Bei folgende Beschwerden kann er ebenfalls helfen

  • Asthma
  • Blähungen, Sodbrennen und Völlegefühl
  • Albträumen
  • Ekzeme
  • Beschwerden im Nieren- und Blasenbereich
  • Durchfall
  • Furunkel
  • Epilepsie
  • Gelenksschmerzen
  • Erysipel
  • Gürtelrose, Gesichtsrose
  • Gicht
  • Leberschwäche
  • Kater
  • Mundgeruch
  • Menstruationsstörungen
  • Wurmbefall
  • Nervenschwäche
  • Pickel
  • Rheuma und rheumatische Beschwerden
  • Unterleibskrankheiten, Wechseljahrsbeschwerden
  • Zahnfleischentzündung

Folgende Wirkungen konnten über Jahrhunderte hinweg beobachtet werden.

Thymian wirkt

  • entzündungshemmend
  • schweißtreibend
  • schmerzstillend
  • antimykotisch
  • desinfizierend
  • antibakteriell
  • beruhigend
  • blutstillend
  • schleimlösend
  • menstruationsfördernd

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Die botanischen Hintergründe

Thymian gehört, aus botanischer Sicht, zur Familie der Lippenblütler. Der botanische Name lautet Thymus vulgaris. Die Pflanze gedeiht auf kalkhaltigen, steinigen und trockenen Böden besonders gut. Sie können sie daher bedenkenlos in den sonnigen Bereich eines Steingartens pflanzen. In einigen Regionen wird der Thymian auch Quendel genannt.

Die Anwendungen

Thymian können Sie innerlich und äußerlich verwenden. Bei der Teezubereitung benötigen Sie für 250 ml Thymiantee 1/2 -1 EL frische Thymianblätter (von getrocknetem Thymian etwas weniger als die Hälfte). Übergießen Sie die Kräuter mit kochendem Wasser und lassen den Tee ca. 10 Minuten vor dem Abseihen ziehen. Es können bedenkenlos mehrmals täglich schluckweise eine Tasse Tee langsam getrunken werden, wenn Sie Beschwerden im Mund- und Rachenbereich haben oder eine beginnende Erkältung verspüren.

Um mit einem Thymiansud Gurgeln zu können, kochen Sie den Sud ähnlich wie den Tee, verwenden aber die doppelte Menge an frischen (getrockneten Thymianblättern) und gießen den Sud in einem Schraubglas auf. Schrauben Sie das Twist-off-Glas direkt nach dem Aufgießen fest zu und lassen den Sud 10 Tage ziehen, bevor Sie ihn abseihen und zum Gurgeln verwenden.

Ein Tipp: Falls Sie mit dem Sud eine Zahnfleischentzündung lindern möchten, können Sie nach dem Abseihen noch 1 bis 2 TL Birkenzucker hinzufügen. Er schmeckt dann nicht nur besser, sondern wirkt auch gegen Karies.

Alternativ zu frischem Thymian können Sie auch reines ätherisches Thymianöl verwenden. Das ätherische Öl ist sehr kräftig und gehaltvoll. Aus diesem Grund darf es nur sehr gering dosiert werden, da es ansonsten bei der äußerlichen Anwendung zu Hautreizungen kommen kann.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Menschen, die unter einer Sellerie- oder einer Birkenpollenallergie leiden, sollten Thymian nur sehr vorsichtig verwenden oder ganz meiden. Da Thymian geburtenfördernd wirken kann, sollten Schwangere von der Verwendung der Kräuter absehen. Bei Langzeitanwendung ist eine Veränderung der Schilddrüsenfunktion nicht ausgeschlossen. Falls Sie Thymian nicht nur in der Küche verwenden möchten, sondern auch als Therapeutikum, sprechen Sie sich am besten mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker ab.

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