Knieschmerzen – schnelle Hilfe bei Beschwerden

Hierzulande leiden rund 20 Millionen Menschen an Knieschmerzen. Moderne Behandlungsmethoden und Umstellungen im Alltag können Beschwerden lindern.

Moderne Behandlungsmethoden sagen Knieschmerzen den Kampf an

Knieschmerzen sind weit verbreitet. Sie trüben die Lebensfreude und die körperliche Belastungsfähigkeit stark. So kann ein Treppenaufstieg oder ein kurzer Spaziergang zu einer echten Herausforderung werden.

Mithilfe von modernen Behandlungsmethoden gelingt es, Menschen wieder mehr Freude in den Alltag zurückzubringen. Als besonders effektiv haben sich die Wärme- und Kältetherapie sowie die Elektrotherapie herausgestellt.

Je nach Behandlungsfall ist es zudem ratsam, orthopädische Hilfsmittel einzusetzen. Dazu zählen Bandagen und Schienen. Erfreulicherweise erhalten in den letzten Jahren zunehmend Therapieansätze Einzug in den Behandlungsalltag, die lange Zeit außen vorgelassen wurden. Darunter beispielsweise die Akupunktur, die bei vielen Patienten zu einer Beschwerdebesserung beitragen konnte.

Bevor geplante Maßnahmen in die Tat umgesetzt werden, muss jedoch eine eingehende Diagnostik stattfinden. Mit verschiedenen Untersuchungen und bildgebenden Verfahren kann den Knieschmerzen auf den Grund gegangen werden.

Nur so ist eine individuelle Behandlung möglich. Das ist wichtig, da ein Kreuzbandriss beispielsweise anders behandelt wird als arthrotische Veränderungen. Der Mediziner arbeitet unter Umständen auch mit Ärzten anderer Fachdisziplinen zusammen.
Kann das Kniegelenk mit Hyaluronsäure in Schwung gebracht werden?

Hyaluronsäure zur Behandlung von Knieschmerzen hat eine lange Tradition. Das ist naheliegend, da es sich bei der Substanz um einen natürlichen Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit handelt. Sie fungiert als Schmiermittel und Stoßdämpfer. Hyaluronsäure kann mithilfe von Spritzen in das Kniegelenk eingebracht werden.

Mediziner nutzen diese Behandlungsform vor allem bei Arthrose. Die Injektion soll bei einem vermuteten Mangel an Gelenkflüssigkeit unterstützend wirken und Schmerzen lindern. Ausgewählte Studien legen die Vermutung nahe, dass Hyaluronsäure tatsächlich zur Beschwerdefreiheit und Beweglichkeit beitragen kann.

Allerdings wird die Hyaluronsäure-Spritze nicht von der Krankenkasse übernommen. Sie zählt zu den individuellen Gesundheitsleistungen und kann aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Neben den Kosten gibt es noch einen weiteren Aspekt, den Patienten beachten sollten. Die Injektionen können mit möglichen Nebenwirkungen in Zusammenhang stehen. So kann sich nach der verabreichten Spritze die Haut gerötet oder geschwollen zeigen. Auch Gelenkentzündungen können nicht ganz ausgeschlossen werden.

Moderne Verfahren der Biotechnologie ermöglichen es, Hyaluronsäure nun auch mithilfe von Kapseln zu verzehren. Vorteil: Das Innere des Gelenkes wird geschont und die Einnahme der körpereigenen Substanz ist praktisch nebenwirkungsarm.

Mit kleinen Änderungen Knieschmerzen „beikommen“

Die gute Nachricht ist, dass Menschen mit Knieproblemen einiges dafür tun können, um ihren Beschwerden den Garaus zu machen. Nicht selten sind es Angewohnheiten, die Knieschmerzen begünstigen. Orthopäden berichten von einer Vielzahl von Menschen, die aufgrund von hohen Absätzen über Schmerzen klagen.

Weniger ist mehr. Höchstens 1,5 cm sollte ein Schuhabsatz betragen, um die Knie nicht zu belasten.

Zudem kann eine gesunde Ernährung dazu beitragen die Gelenke fit zu halten. Es gibt Lebensmittel, die entzündungsfördernde oder entzündungshemmende Inhaltsstoffe vereinen.

Von Fleisch und Wurstwaren sollten Menschen mit Kniebeschwerden eher Abstand nehmen. Darin befindet sich die entzündungsfördernde Arachidonsäure. Nur keine Sorge, es gibt genügend Lebensmittel, für die empfindliche Gelenke dankbar sind.

Dazu zählen

Ein echter Geheimtipp ist zudem Kurkuma mit seinem schmerzlindernden Potenzial. Übrigens: Bei Gelenkschmerzen ist keine dauerhafte Schonung angesagt. Die Gelenke sind auf eine regelmäßige Bewegung angewiesen, damit sie mit Nährstoffen versorgt werden.

Fazit: Eigeninitiative ist Trumpf bei Knieschmerzen

Moderne Behandlungsverfahren, die auf Wärme, Kälte oder Strom setzen, können Knieschmerzen lindern. Darüber hinaus hat sich laut Patientenberichten die Anwendung von Hyaluronsäure in Kapselform oder Spritzen bewährt. Unverzichtbar ist jedoch eine eingehende Diagnostik, bevor ein individueller Behandlungsplan entworfen wird. Nicht zuletzt ist es wichtig, die Gesundheit auf eigene Faust zu fördern. Dabei sind ausgewählte Lebensmittel, ein aktiver Lebensstil und flache Schuhe behilflich. Ganz wichtig: Knieschmerzen müssen nicht einfach so akzeptiert werden. Es besteht genügend Verbesserungspotenzial im Alltag.

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