Mit Chicorée gesund und schlank durch den Winter

Mit Chicorée gesund und schlank durch den Winter
Mit Chicorée gesund und schlank durch den Winter

Im Winter ist eine vitaminreiche Ernährung noch wichtiger, als in allen anderen Jahreszeiten. Erkältungen drohen und Vitamine sind eine wichtige Art der Vorbeugung. Besonders wirksam sind Vitamine, die aus der Region kommen, da sie nicht auf langen Transportwegen verloren gehen. Die Pflanzen, z.B. der Chicorée, können reif geerntet, und direkt in den Handel gebracht werden.

Was macht Chicorée so besonders?

Botanisch gesehen gehört der Chicorée zur Familie der Korbblütler. Die Erntezeit liegt zwischen Oktober und April. Zu dieser Zeit ist die regionale Auswahl an Wintergemüse in der Regel sehr beschränkt ist. Das kolbenförmige Gemüse ist reich an Mineralstoffen, Vitaminen und gesunden Bitterstoffen. 100 Gramm Gemüse enthalten gerade mal 13 bis 16 Kalorien. Chicorée ist eine zweijährige Pflanze, die aus Samen gezogen wird. Aus den Samen wachsen längliche Rüben, die kühl gelagert und im zweiten Jahr in Treibkisten eingesetzt werden. Damit das kolbenförmige Gemüse ausreifen kann, werden die Treibkisten ausreichend bewässert und dunkel gelagert. Nach einiger Zeit können die blassen Kolben mit der leichten Bitternote geerntet werden.

Die gesunden Inhaltsstoffe von Chicorée

Der Chicorée wird in Treibkisten gezogen
Der Chicorée wird in Treibkisten gezogen

Chicorée ist reich an Lactucopikrin, welches für einen Teil des bitteren Geschmacks verantwortlich ist. Lactucopikrin regt die Bauchspeicheldrüse und die Gallenblase an (Senkung des Cholesterinspiegels). Dadurch wird nicht nur die Verdauung unterstützt, sondern auch die Bildung wichtiger körpereigener Enzyme und Hormone. Zudem wirkt Lactucopikrin schmerzstillend und blutzuckersenkend. Das Gemüse selber wirkt regulierend auf den Säure-Basen-Haushalt (besonders wichtig für Rheumatiker und Allergiker) und harntreibend. Der hohe Anteil an natürlichen Ballaststoffen (Inulin) sorgt für eine lange Sättigung und beugt Darmkrebs vor. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität in Jena konnte nachweisen, dass Inulin eine vorbeugende Wirkung vor Darm-Erkrankungen hat. Inulin stärkt die Darmflora, sodass auch das Immunsystem durch den Verzehr von Chicorée gestärkt wird.

Chicorée als Fatburner

Die Bitterstoffe im Gemüse gelten als natürlicher Fatburner, der gerade an den Problemzonen (Po, Bauch und Hüfte) besonders wirkungsvoll sein soll. Die Mineralstoffe Calcium, Kalium und Phosphor schützen (wie auch der gesenkte Cholesterinspiegel) vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer Übersäuerung des Organismus. Hinzu kommt Vitamin C, Niacin, Vitamin A, Vitamin E und B-Vitamine. Durch den Verzehr werden freie Radikale gebunden, die Zellerneuerung angeregt und giftige Sauerstoffverbindungen neutralisiert.

Wie Chicorée richtig gelagert wird

Die Blätter vom Chicorée sind deswegen so hell und blass, weil die Pflanze im Dunkeln wächst und somit kein Chlorophyll bilden kann. Daher ist es auch nach dem Kauf besonders wichtig, das Gemüse weiterhin vor Licht geschützt aufzubewahren. Am besten werden die zarten Kolben in ein feuchtes Trockentuch gewickelt und in das Biofach des Kühlschranks gelegt. Wie bei anderen Gemüsearten auch, sind die meisten Inhaltsstoffe direkt nach dem Einkauf enthalten. Gemüse sollte daher besser nicht auf Vorrat, sondern für den schnellen Verzehr eingekauft werden.

Worauf bei der Zubereitung geachtet werden soll

Chicorée kann roh, aber auch gegart gegessen werden. Die kräftigen Blätter lassen sich dünsten, überbacken, braten oder als frischen Salat anrichten. Kommt das Gemüse mit Eisen in Berührung, verfärbt es sich schwarz. Daher sollte man vor der Zubereitung immer genau darauf achten, mit welchen Materialien es in Berührung kommen kann. Ein wenig Zitronensaft erhält die natürliche Blattfarbe, wenn die Chicorée-Blätter gedünstet werden.

Zubereitungstipps, mit denen der Chicorée nicht ganz so bitter schmeckt

Wem die knackigen Blätter des Wintergemüses zu bitter schmecken, kann sie für kurze Zeit in Milch oder Salzwasser einlegen. Noch besser ist es, die Blätter nicht am Stück zum Verzehr zuzubereiten, sondern ganz fein zu schneiden. Besonders bei der rohen Zubereitung von Salaten kann dieser Trick sehr hilfreich sein (funktioniert auch bei Endiviensalat). Kommt dann noch ein hart gekochtes und ebenfalls fein zerkleinertes Ei mit ins Dressing, fallen die Bitterstoffe kaum noch auf. Die Kombination mit Früchten wie Bananen, Orangen, Mango oder Rosinen, z.B. in einem Wok, verfeinert ebenfalls den Geschmack.

Frischer Chicorée-Salat mit Couscous und Mango

Zutaten für 4 Personen

  • 2 große Chicorée Kolben
  • 200 Gramm Couscous
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Olivenöl
  • Balsamicoessig
  • 1 Orange
  • 1 Mango
  • 50 Gramm Rosinen
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 100 Gramm Ziegenfeta oder Tofu (grob zerkrümelt)
  • Gemüsebrühe für den Couscous (Menge nach Zubereitungsangabe auf der Verpackung berechnen)

Die Zubereitung

Aus den Gemüsekolben müssen erst die Strünke entfernt, bevor sie halbiert und fein zerschnitten werden. Die Orange wird geschält und mit einem scharfen Messer filetiert. Die Mango ebenfalls schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Anschließend die Lauchzwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Die ausgerechnete Menge Gemüsebrühe kurz aufkochen und vom Herd nehmen. Die 200 Gramm Couscous werden jetzt eingerührt und sollten anschließend etwa 8 Minuten ruhen. In der Zeit können die letzten Vorbereitungen für den Salat getroffen werden. Sobald das Couscous gequollen und nicht mehr heiß ist, können alle Zutaten bis auf den Feta (alternativ Tofu) untergehoben werden. Den Salat mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Balsamicoessig abschmecken und portionieren. Zuletzt den zerbröckelten Feta (oder Tofu) über den Salat geben.

Bilder©Titel/ileana-bt/Fotolia, Artikel/Chicorée Fabrik in Gelsdorf/CC1.0

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