Wildkräuter im Juni – die Knoblauchsrauke, das Mädesüß und der Sauerampfer

Wildkräuter im Juni - Knoblauchsrauke, Mädesüß, Sauerampfer
Wildkräuter im Juni - Knoblauchsrauke, Mädesüß, Sauerampfer
Der Juni hält nicht nur die Sonnenwende auf der nördlichen Halbkugel für uns bereit, sondern auch viele Kräuter, die jetzt geerntet werden können. Heute stellen wir die Knoblauchsrauke, das Mädesüß und den Sauerampfer vor.

Die Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke ist reich an ätherischen Ölen
Die Knoblauchsrauke ist reich an ätherischen Ölen

Die Knoblauchsrauke, auch Lauchkraut genannt, kann zwischen 30 und 80 Zentimeter hoch wachsen. Ihren Namen verdankt sie ihrem stark an Knoblauch erinnernden Geruch. Die Wildkräuterpflanze wächst bevorzugt an Waldrändern, in Wäldern und auf Waldlichtungen. Sie bevorzugt den Schatten. Ab Ende Mai bis Ende Juli können die Blätter der Pflanze für die Verwendung in der Küche gesammelt werden. In der Blütezeit ist das Sammeln ebenfalls möglich. Allerdings sind die Blätter dann nicht so reich an hochwertigen Inhaltsstoffen. Eine direkte und frische Verwendung nach dem Sammeln ist empfehlenswert. Die Blätter der Knoblauchsrauke verlieren schnell an Inhaltsstoffen, wenn sie getrocknet oder gelagert werden.

Die Knoblauchsrauke ist reich an ätherischen Ölen, Gerbstoffen, Glykosiden und Schwefelverbindungen. Sie wirkt entzündungshemmend, harntreibend und immunsteigernd. Ein Tee, der aus den Stängeln und Blättern aufgebrüht wird, kann juckende Ekzeme lindern, wenn er für äußerliche Umschläge verwendet wird. Blätter und Wurzeln der Pflanze finden in der Küche eine schmackhafte Verwendung. Der Geschmack der Blätter ist mildwürzig, aber nicht so intensiv wie Knoblauch, die Wurzeln erinnern an Meerrettich (und können auch so zubereitet werden). Beliebt sind die Pflanzenteile als Zugabe für frische Salate, Suppen, Saucen, Pesto, Kräuterquark oder Pastafüllungen.

Das Mädesüß

Mädesüß gedeiht am besten auf feuchten Waldwiesen
Mädesüß gedeiht am besten auf feuchten Waldwiesen

Mädesüß ist eine Pflanze der Gattung Rosacea (Rosengewächse). Sie wird zwischen 50 und 100 Zentimeter groß. Zwischen Juni und September können die weißen Doldenblüten gesammelt werden, die optisch ein wenig an Holunderblüten erinnern. Sie duften angenehm süß, fast wie Honig. Der auffallende Geruch der Blütendolden ist verantwortlich für den wohlklingenden Namen. Mädesüß gedeiht am besten in Randsümpfen, auf feuchten Waldwiesen und Wiesen, sowie in direkter Nähe von Wassergräben. Mädesüß wächst in sonnigen oder halbschattigen Lagen. Direkt in der Blütezeit werden die Blütendolden gesammelt. Zum Trocknen werden die Stängel mit den milchig weißen Dolden zu einem Strauß gebunden und an einem gut durchlüfteten, schattigen Ort aufgehängt. Sobald die Blüten und Stängel richtig durchgetrocknet sind, werden die Dolden von den Stielen getrennt und in einer dunklen Dose trocken aufbewahrt.

Die Pflanze enthält natürliche Salicylsäure und Glykoside. Traditionell wird aus den Blüten ein Tee gekocht, der schmerzlindernd, antirheumatisch, blutstillend, schweißtreibend, zusammenziehend, harntreibend und reinigend wirkt. Aufgrund seines Gehalts an natürlicher Salicylsäure wird der Tee gerne bei beginnenden Erkältungskrankheiten getrunken. Äußerlich kann der Teesud für Packungen und Auflagen verwendet werden, wenn geschwollene oder schmerzende Gelenke therapiert werden sollen. Wie aus Holunderblüten auch, können die Blütendolden von Mädesüß für die Zubereitung von einem schmackhaften Sirup verwendet werden. Ein heilsamer Erkältungstee kann mit dem Sirup gesüßt und zusätzlich angereichert werden.

Der Sauerampfer

Sauerampfer kann von Ende Mai bis Ende August gesammelt werden
Sauerampfer kann von Ende Mai bis Ende August gesammelt werden

Sauerampfer gehört wohl zu den bekanntesten essbaren Wildkräutern. Zahlreiche Rezepte rund um die Kräuterpflanze finden sich in traditionellen Rezeptsammlungen. Die Wildkräuterpflanze, die botanisch gesehen zur Familie der Knöterichgewächse gehört, ist in der Natur häufig anzutreffen. Sie kann von Ende Mai bis Ende August gesammelt werden. Ihren Namen verdankt die Kräuterpflanze ihrem säuerlichen Geschmack. Sie wächst an Wegrändern und auf Wiesen (nährstoffreiche und wilde Wiesen). Der saure Geschmack ist auf einen recht hohen Anteil von Oxalsäure und Vitamin C zurückzuführen. Aufgrund der Oxalsäure sollten die Kräuter nicht zu häufig Verwendung in der Küche finden. Vor allem nicht von Menschen, die unter Nierenproblemen leiden. Für kleine Kinder kann ein häufiger Genuss ebenfalls schädlich sein. Die calciumbindende Wirkung der Oxalsäure kann gemindert werden, wenn das Kochwasser nach dem Garen weggeschüttet wird, und calciumhaltige Lebensmittel (z. B. Milchprodukte) gleichzeitig konsumiert werden.

Sauerampfer regt die Verdauung an, steigert die Lebertätigkeit, ist reich an Eisen und beugt Müdigkeit und Erschöpfung vor. Er steigert das Immunsystem und wirkt harntreibend und blutreinigend. Die Blätter können nicht nur für die Zubereitung von Suppen, Sauce oder Gemüse verwendet werden, sondern auch getrocknet als Tee. 4 EL zerkleinerter, frischer Sauerampfer (1 EL getrocknete Blätter) werden in einen Liter Wasser gegeben und aufgekocht. Der Sud sollte etwa 5 Minuten ziehen, bevor er abgeseiht wird. Nach dem Auskühlen kann der Sauerampfersud zur Hautreinigung verwendet werden und zur Therapie von Hautunreinheiten – wie Pickel oder Akne.

Bilder©Titel/Larisa-K, Artikel/alle Hans/ alle Bilder CC0.0, f1

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