Portulak – reich an Vitaminen, wenig Kalorien

Der mineralreiche Portulak wächst auch im eigenen Garten
Der mineralreiche Portulak wächst auch im eigenen Garten
Portulak ist eine Wildpflanze, die schon im Mittelalter als heilkräftiges Gemüse verwendet wurde. Heute kennen nur noch sehr wenige Menschen das kleine Blattgemüse mit dem nussigen Geschmack. Im Handel ist es kaum erhältlich, obwohl es mittlerweile sogar in Gewächshäusern kultiviert wird (zumeist in Belgien, Frankreich oder den Niederlanden).

Der mineralreiche Portulak wächst auch im eigenen Garten

Portulak kann zwischen März und Oktober im eigenen Garten oder im Blumentopf ausgesät werden. Das mineralreiche Gemüse gedeiht am besten an sonnigen Orten, da es Wärme zum Wachsen benötigt. Am richtigen Standort vergehen nur 3 bis maximal 4 Wochen nach der Aussaat, bis die Stängel samt Blätter geerntet werden können. Die Samen sind im Fachhandel erhältlich. Nach der Ernte sollte das Blattgemüse schnell verzehrt werden, da das leicht säuerlich und nussig schmeckende Wildgemüse sonst seine hochwertigen Wirk- und Inhaltsstoffe verliert. Die Kräuterpflanze wird auch Burzelkraut genannt. Es ist daher empfehlenswert, wenn Sie Portulak selber im Garten, auf dem Balkon oder Ihrer Terrasse kultivieren, immer nur so viel ernten, wie gerade benötigt wird.

Was Portulak so heilsam und wertvoll macht

Das Wildgemüse ist reich an Vitamin C, Provitamin A, den Vitaminen B1, B2, B6, E, Folsäure, Eisen, Natrium, Clacium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eiweiß, Kohlenhydraten, Flavonoiden, Zink, Cumarin, Saponine, Oxalsäure und Omega-3-Fettsäuren.
Die Heilwirkung der Kräuterpflanze
  • die gut schmeckenden Pflanzenteile wirken blutstillend, blutreinigend, antibakteriell, entgiftend, lösend, tonisierend und harntreibend.
  • schon die Ägypter und Griechen verwendeten es zur Linderung und Heilung von Darmerkrankungen, Nieren- und Blasenleiden.
  • aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts kann einem Vitamin-C-Mangel vorgebeugt, und das Immunsystem gesteigert werden.
  • der regelmäßige Verzehr schützt vor Arteriosklerose und wirkt sich dadurch positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus.
  • Sodbrennen kann durch einen Portulak Salat gelindert werden, ebenso Fieber, Husten und Kopfschmerzen.
  • aufgrund seiner geringen Kalorienanzahl wirkt das wasserhaltige Gemüse unterstützend bei Diäten.
Die Verwendung
Portulak kann man auch ganz leicht selber ziehen
Portulak kann man auch ganz leicht selber ziehen

Nach dem Einkauf oder der Ernte im eigenen Garten sollte das Gemüse innerhalb von 2 bis 3 Tagen verwendet werden. Man kann es weder trocknen noch einfrieren. Früher haben die Menschen, wenn sie Portulak für den Winter haltbar machen wollten, das Gemüse in Essig eingelegt oder eingesalzen. Heute wird es in der Regel blanchiert, gedünstet oder als Salat gegessen. Portulak schmeckt besonders gut, wenn er ähnlich wie Spinat zubereitet wird, als frischer Kräuterkick auf Quark oder Frischkäse, im Smoothie, als Joghurtdip, als Suppe, Tee oder Pesto. Die Knospen können eingelegt, und als schmackhafter Kapern-Ersatz genutzt werden. Im Omelett oder Rührei ist der nussige Geschmack des Wildgemüses besonders fein.

Ein Rezept für Portulak Pesto

Die Zutaten
  •  2 bis 3 Hände voll Portulakblätter und Stängel
  • 50 Gramm Hasel-, Walnüsse oder Mandeln
  • ½ TL Meersalz
  • 1 Knoblauchzehe
  • 25 Gramm geriebener Parmesan
  • 10 bis 20 ml kaltgepresstes Pflanzenöl (Olivenöl, Walnussöl, Kürbiskernöl oder Traubenkernöl)
  • etwas Pfeffer
Alle Zutaten werden in einen kräftigen, kleinen Küchenmixer gegeben und so lange gemixt, bis eine cremige Pestomasse entstanden ist. Alternativ kann ein Mörser verwendet werden. Das Pesto wird nicht erhitzt, sondern frisch mit warmen Pasta oder Reis vermischt. Besonders gut schmeckt das Pesto, wenn es, mit einem festen Joghurt, Quark oder Sauerrahm vermischt, als Brotaufstrich verwendet wird. Die Rezeptur kann dem eigenen Geschmack problemlos angepasst werden.
Bilder©Titel/TwilightArtPictures/Fotolia  Artikel/Share Alike/CC3.0, f1

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