Vegane, zuckerfreie, leckere Spekulatius selber machen – das Rezept!

Vegane, zuckerfreie, leckere Spekulatius selber machen - das Rezept!
Vegane, zuckerfreie, leckere Spekulatius selber machen - das Rezept!

Spekulatius essen wir in Deutschland eigentlich nur zur Weihnachtszeit, obwohl viele Supermärkte sie schon ab dem Spätsommer im Regal anbieten. Im Gegensatz dazu werden sie bei unseren Nachbarn, in den Benelux Ländern, das ganze Jahr über gegessen. Aber auch in Indonesien, der ehemaligen niederländischen Kolonie, gehören sie zu den alltäglichen Süßigkeiten.

Spekulatius waren eine teure Spezialität

Früher hatte der Spekulatius sogar den Ruf einer exklusiven Spezialität, da er nicht für jeden erschwinglich war. Die hohen Gewürzpreise und Transportkosten verhinderten lange Zeit, dass der Spekulatius ein Massenprodukt wurde. Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts begann man mit der industriellen Produktion und machte ihn so für alle Bevölkerungsschichten „naschbar“.

Wenn man von den verschiedensten, selbst entwickelten Kreativrezepten absieht, gibt es bei uns drei verschiedene Spekulatius Sorten im Angebot. Weit verbreitet ist der Gewürzspekulatius. Unbestätigten Quellen zu Folge soll das Rezept in der niederländischen Kolonialzeit entstanden sein. Was auch nachvollziehbar ist, da die Gewürze Zimt, Kardamom und die Gewürznelke, welche bei der Herstellung des Gewürzspekulatius verwendet werden, in der Region Indonesien zu finden sind. Der Butterspekulatius hat, wie der Name schon erahnen lässt, einen sehr hohen Butteranteil. Nicht ganz so populär wie die anderen beiden ist der Mandelspekulatius. Bei ihm wird einerseits Mandelmehl mit in den Teig gerührt, andererseits Mandelsplitter auf die Rückseite aufgetragen.

Die eigenen Spekulatius backen

Je nach Geschmack können natürlich die Zutaten verändert werden (bei einem Rezept haben wir z.B. das Stevia Granulat durch Gerstenmalz ersetzt – pure Begeisterung brach aus. Aber nur bei denen, die es sowieso nicht so süß mögen. Auf jeden Fall einen Versuch wert)

Die Zutaten

Alle Zutaten werden in einer Rührschüssel zu einem geschmeidigen Teig vermengt und anschließend abgedeckt. Nun muss das Ganze noch ca. eine Stunde kalt gestellt werden. Zu dieser Jahreszeit bietet sich der Balkon oder die Terrasse an. Ein Kühlschrank ist aber auch nicht zu verachten.

Der schnelle Weg zum Spekulatius

Zum Backen können fertige Backformen gewählt werden – oder der viel schnellere „ich-kann-kaum-noch-warten“ Weg. Im zweiten Fall wird der Teig auf der Arbeitsfläche ausgerollt (ca. 2mm hoch) Als „Höhenmesser“ kann man z.B. zwei Lineale verwenden, die links und rechts des Teigs so platziert werden, dass sie als „Schienen“ für die Rolle fungieren. Wenn der Teig fertig ausgerollt ist, nimmt man die Lineale, einen Pizzaschneider und schneidet den Teig in gleichmäßige Stücke (freies Spekulatius-Format).

Die „Formgebung“

Mit Weihnachtsbackformen können Sie nun Muster in den Teig drücken (aber nicht durchstechen). Aber auch jeder andere reliefartige Gegenstand kann zur Verzierung der Oberfläche benutzt werden. Sie haben im letzten Urlaub Muscheln gesammelt? Voila – nun gibt es Muschelspekulatius. Ihr Partner ist begeisterter Handwerker? Wie wäre es mit einem Gewinderelief einer Schraube, eines Maulschlüssels etc : ). Ihrer Kreativität bei der „Stempelsuche“ sind keine Grenzen gesetzt. Das alle Utensilien im Vorfeld sauber sein müssen, ist wohl nicht erwähnenswert. Eine andere Möglichkeit wäre, eine dünne Folie zwischen Gegenstand und Teig zu platzieren. Da das aber in keinster Weise der Umwelt zuträglich ist, vergessen wir diese Idee sofort wieder ; )

Nachdem dieser Arbeitsschritt abgeschlossen ist, werden die einzelnen Teile mit dem Tortenheber auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech gleichmäßig verteilt. Im vorgeheizten Backofen ( ca. 160 Grad/Umluft) müssen die Spekulatius nun ca. 10 Minuten backen, bevor sie ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden : ). Guten Appetit!

Bild©Titel/kakuko/CC0.0

 

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